Enthüllungen der Geisterfotografie


Mitte des 19. Jahrhunderts, zeitgleich mit dem ersten Auftauchen von echten Geisterfotos, tauchten auch die ersten Fälschungen auf.

Bei den großen Fotoplatten, die damals Verwendung fanden, war damals die gängiste Methode, ein Extra auf einem Bild zu erzeugen, die der Doppelbelichtung. Mit etwas mehr Zeitaufwand war das bemalen der Leinwand, vor der das zu fotografierende Medium Platz nahm, mit einer bestimmen Chemikalie, verbunden. Mit dem bloßen Auge war die Bemalung jedoch nicht zu erkennen.

Das "Moss-Fiasko" gehört, bei der gefälschten Geisterfotografie, wohl zu dem spektakulärstem Fall. G.H. Moss war Chauffeur in Diensten eines Mannes, der einene großen Hang zur Parapsychologie aufwies. Eines Tages zeigte der Hobbie-fotograf Moss seinem Arbeitgeber ein Foto, mit einem drauf abgebildeten "Extra". Vom Interesse getrieben führte Moss´ Arbeitge-ber selbständig Experimente durch. Später stellte er Moss dem britischen College für psychische Wissenschaft vor. Hier bekam Moss 1924 sogleich eine Festanstellung, zu einem fixen Jahres-gehalt, als Testperson.

 

Er hinterliss mit seinen Experimenten großen Eindruck. Er erstelle eine ganze Reihe von Geisterbildern. Sceanceteilnehmer erkannten in vielen dieser Bildnisse verstorbene Freunde oder Bekannte wieder. So erkannte eine Teilnehmerin zum Beispiele ihre verstorbene Schwester in dem Extra.

Am 5 Januar entstand eine Geisterfotografie bei einer Sceance mit dem damals berühmten Medium Mrs Osborne Leonard. Eine Stimme aus dem Jenseits forderte den Sceanceteilnehmer dazu auf, in 8 Tagen bei Moss für ein Foto zu sitzen. Bei diesem Termin würde sich der Geist der Stimme zu erkennen geben.


 

Das am 5. Januar geschossene Bild
Ohne Mrs Leonards Wissen wurde diese Sitzung arragniert. Und tatsächlich erschien auf dem Foto ein Extra, welches einige der Freunde des Mannes, welcher sich bei Moss ablichten ließ, als die schon lang verstorbene Ehefrau diesen wiedererkannten.

Moss wurde dann später, durch F. Barlow, ehrenamtlicher Sekretär der "Society of the Study of Supernomal Pictures" des Betruges überführt. Barlow untersuchte die negative der von Moss gemachten Extrabilder und stellte bei einigen Platten aufgerauhte Ränder fest. Außerdem war jedes Negativ, auf dem auch eine Geistererscheinung zu sehen war, an einer Kante gefeilt worden.

Nach genaueren Untersuchungen konnte festgestellt werden daß die Platten durch Dampf, an ihrer Umhüllung, geöffnet und anschliessend wieder geschlossen wurden.
   
Anfangs stritt Moss jede Schuld von sich und beteurte seine Unschuld sogar in schriftlicher Form. Als man ihn jedoch mit den gezinkten Platten konfrontierte, gestand er die Platten geöffnet, belichtet und durch Aufrauhen der Kanten, für spätere Verwendung, makiert zu haben.

Durch solche Fälschungsversuche wird leider nur all zu oft ein schlechtes Licht auf paranormale Phänomene und Erscheinungen, besonders aufdie der Geisterbilder und Geisterfotos, geworfen. Dabei wären einige von ihnen wirklich erst zu nehmen.