Kolonialstilhaus vom Teufel bewohnt?

USA - Bereits mehrere Monate sucht der Immobilienmakler Gary Stafford einen Käufer für ein wunderschönes Haus im Kolonialstil, doch die Gerüchte, dass dort der Teufel höchstpersönlich gewohnt hätte, schrecken die Kaufinteressenten offensichtlich ab. Selbst der Spottpreis von 169.900 US-Dollar konnte die Angst der potentiellen Käufer nicht mildern.

Er hätte das Gebäude, in der 8435 Roanoke Drive, von Elvis Fantroy gekauft, den ehemaligen Eigentümer jedoch nie kennengelernt, da er die Immobilie über eine Bank erwarb. Erst später habe er erfahren, dass sich die seltsamsten Gerüchte um das Haus ranken, die dem Gebäude den Titel Höllen-Haus verliehen, gab Stafford an und versuchte das Geheimnis des Höllen-Hauses zu lüften
   

Der Immobilienmakler erfuhr, dass dort vor mehr als 50 Jahren ein 13-jähriger Knabe lebte, der vom Teufel besessen war. 1949 sei es gewesen, da hätten einige Jesuiten Priester der Saint Louis University monatelang einen Exorzismus an dem Knaben vollzogen. Letztendlich wäre das Kind in die psychiatrische Abteilung des Alexian Brothers Hospital eingeliefert worden.

Ob der Junge tatsächlich vom Teufel besessen war, ist bis heute nicht geklärt, doch das die Jesuiten Priester eine Dämonenaustreibung vollzogen, lässt sich nachweisen, denn Father Raymond Bishop hielt die gespenstische Szenerie in einem Tagebuch schriftlich fest.

Den Aufzeichnungen konnte entnommen werden, dass die geistliche Exorzisten-Truppe am 09.03.1949 zum ersten Mal mit dem Jungen zusammentraf. Laut den Notizen schrie der Junge vor Schmerzen, sein Körper bäumte sich unkontrolliert auf und in der Haut zeichneten sich plötzlich Buchstaben und Wörter ab. Auf seinem rechten Bein konnten die Priester das Wort "Hölle" erkennen, während er ihnen vulgäre Worte entgegenschleuderte. Zwei Wochen lang kämpften die Priester unter der Leitung von Father William Bowdern, Tag und Nacht gegen den Antichrist, den sie im Körper des Knaben vermuteten. Danach wurde die 24stündige Austreibung des Jungen zeitlich reduziert. Ingesamt dauerten die Bemühungen der Geistlichen bis zum Winter 1949 an, danach wurde der Junge ins Krankenhaus eingewiesen. Die Priester gaben der Tante – Ehefrau des Onkels väterlicherseits - eine große Mitschuld an dem bedauernswerten Zustand ihres Neffen. Sie soll, während einer spiritistischen Sitzung, mit einem Ouija-Board gearbeitet haben und hätte den Teufel in die Welt der Lebenden gelockt. Noch in der gleichen Nacht wäre das Tor zur Hölle geöffnet worden und der Satan hätte von dem Knaben Besitz ergriffen.

Die Identität des Jungen ist bis heute umstritten, allerdings spricht einiges dafür, dass es sich um Ronald Hunkeler, den Sohn von Mr. Edwin E. Hunkeler und seiner Frau Odell gehandelt hat. Kurz nachdem der Junge aus dem Krankenhaus entlassen wurde, verließ die Familie des vermeintlich Besessenen ihr Heim und zog an einen unbekannten Ort.

Drei Jahre später kam die Familie noch einmal nach St. Louis zurück. Ronald Hunkeler, damals 16 Jahre, wäre zu diesem Zeitpunkt wieder "normal" gewesen und hätte sich zu einem netten, freundlichen Teenager entwickelt, fügte Father Raymond Bishop in einem Tagebuch-Anhang hinzu.

Über den weiteren Lebensweg des Ronald Hunkeler liegt der Mantel des Schweigens. Wie es heißt soll der über 79-jährige an der Ostküste leben.


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