Teufelsaustreibung endet Tödlich


Guyana / Südamerika - Im September diesen Jahres wurde Patricia Alves aus Guyana des Mordes an ihrem Freund Kamille Seenauth überführt. Bei ihrer Festnahme gab sie an, dass sie den Mann nicht töten wollte. Sie hätte versucht den Teufel aus dem Leib von Seenauth zu schlagen, gab sie an. Obwohl sie selbst davon überzeugt war, dass sie ihrem Freund nur helfen wollte, wurde sie durch das Gericht verurteilt.

Das auch Priester den Tod eines Dämonen besessenen in Kauf nehmen, wurde erst kürzlich in die Medien aufgezeigt. Im Juni diesen Jahres starb eine 23-jährige rumänische Nonne den Kreuzigungs-tod, nachdem ein Priester und vier Ordensschwestern den Exorzismus an der Frau ausübten. Wie sich später herausstellte, litt die junge Rumänin an Schizophrenie.

 

In Deutschland endete ein offiziell praktizierter Exorzismus ebenfalls tödlich. 1976 kam der Fall der Studentin Anneliese Michel aus Klingeberg in die Schlagzeilen. Damals wurde der jungen Frau, mit Zustimmung des Würzburger Erzbischofs, der Teufel ausgetrieben. Drei Jahre lang musste sie sich einer von zwei Priestern durchgeführten Tortur unterziehen, bis sie schließlich total abgemagert verstarb.

Vor 5 Jahren konnte eine amerikanische Psychologin nachweisen, dass es nicht viel braucht, um die Menschen an den Teufel und an Besessenheit glauben zu lassen. Die Wissenschaftlerin führte mit 200 Studenten in Italien ein Experiment durch. Anfangs waren die Probanden noch recht skeptisch und neutral gegenüber den Erzählungen von Höllenbewohnern und Teufelgeschichten, bis sie einer sogenannten Plausibilitäts-Manipulation unterzogen wurden. Die Testpersonen bekamen angeblich "echte" Dokumente zu lesen, die bestätigten, dass es in Italien tatsächlich zu häufigen Satanssichtungen und Besessenheit kommt. Sogar kleine Kinder wären häufig Zeugen dämonischer Ereignisse. Nach einer Woche wurde den Studenten eingeredet, dass all ihre Ängste auf eine Besessenheit zurückzuführen wäre, die ihnen in der Kindheit widerfahren sei.

Die meisten der hoch intelligenten Probanden glaubten, am Ende des Experiments, dass Berichte über Dämonenbesessenheit keine utopische Fantastereien sind. Obendrein war jeder 5te Proband plötzlich überzeugt, dass er/sie als Kind vom Teufel besessen war.
Die Forscherin wies darauf hin, dass diese falschen Erinnerungen nicht nur psychisch labilen Menschen übermittelt werden können.


© 2005 Scully van Funkel