Das Grauen von Vera Cruz
 
Es war der 9 Oktober 1986 wie immer zu dieser Jahreszeit regnete es in diesem Dorf.Alles schien wie gewohnt abzulaufen. Doch die Anwohner dieses kleinen Dorfes wussten bis zu diesem Tage noch nicht was ihnen widerfahren sollte. Einer dieser Bewohner des Dorfes hieß Vernando Rodriguez, er hatte eine normale Figur die ein Mensch eben mit 25 Jahren hatte und auch nicht unüblich war in diesem kleinen Dorf. Vernando arbeitete in einem Bergwerk was für diese Region nun mal der Lebensweg war. Doch etwas war anders an diesem tag. Vernando dachte sich nichts dabei als er sich aufmachen wollte zu seiner Schicht.Doch seine Gedanken schienen nicht bei den allmorgendlichen Handlungen überein zu stimmen wie sonst auch. Er traf sich immer vor seiner Hütte mit einigen Arbeitern aus seiner Schicht. Denn Vernando war nie ein Einzelgänger. Damit Sie dann gemeinsam zur Mine laufen. Es war schon 19:30 als sie den steinigen Weg einschlugen der sie hinauf zu ihrer Arbeitsstätte führen sollte. Der von vielen schon als langwierig beschrieben wurde. Aber so recht wollte keiner
   

dagegen etwas sagen, da sie mit einer Entlassung rechnen würden. Das passte zwar den Arbeitern nicht, aber sie sagten sich lieber eine arbeit haben und die Familie ernähren als in der Gosse zu landen und nichts machen zu können. Wäre der Tod für manche Familien.

Denn der Besitzer Ralf Wennington war ein strenger Mann der sich nicht In die Karten schauen lassen wollte. Um die Kosten so gering zu halten wie nur irgendmöglich. Ralf Wennington war 35 Jahre alt durch das Klima in Südamerika erschien seine Haut faltig und ließ ihn dadurch älter aussehen. Aber ihn störte das nicht, Ralf war Besitzer eines Bergwerks das schon in der dritten Generation im Besitz seiner Familie war.
Die große prunkvolle Villa zeigte dass die Familie Geld hatte. Ralf war ein strenger Mann was er von seinem Vater eingeprügelt bekommen hatte. Er sagte immer: Junge pass auf das du hart bleibst aber dennoch angemessen den Arbeitern gegenüber, nur gute und zufriedene Arbeiter sind gute Arbeiter.

Diesen Leitsatz hielt er sich eigentlich immer vor Augen. Doch als sein Vater starb wuchs die Raffgier nach mehr Macht in ihm an,
so das er die Leitsätze seines Vaters bald über Bord schmiss. Ralf war auch im Dorf nicht gern gesehen. Mit Hass und Verachtung standen ihm die Bürger immer gegenüber. Aber ihn störte das wenig. Doch der heutige Tag sollte alles ändern. Durch einen Vorarbeiter
hatte er eine Reperaturbericht bekommen wo ein Bohrhammer ersetzt werden soll. Das wurmte ihn natürlich, da dieses wieder mit Kosten verbunden war und Ralf so wenig wie möglich Geld ausgeben wollte. Jeden Mittwoch stattete er seinem Bergwerk einen Besuch ab um auch nach dem Rechten zu sehen. Er machte sich mit seinem Rover auf den Weg.


Vernando lief als Erster von der Gruppe und hatte eine gusseiserne Laterne in der Hand. Um den steinigen Weg genug auszuleuchten damit die restlichen 5 Männer sehen wohin sie traten. Ihm war es wichtig als kleiner Vorarbeiter das die Leute weiterhin gesund blieben. Als sie 2 Stunden später das Bergwerk erreichten, war es schon stockfinster und man sah die Hände vor den Augen kaum. Nur gut dass das Bergwerk im inneren beleuchtet war. Der Wachmann der in einer kleinen Hütte vor dem Eingang saß hatte die Gruppe um Vernando schon gesehen und ließ sie durch, so dass sie pünktlich zur Schicht auch erscheinen. Die Männer stiegen in den Lift der sie über 50 Meter in die Tiefe bringen sollte.

Umso weiter sie in die Tiefe kamen wurde die Luft stickiger. Man konnte nur noch sehr schwer atmen, aber es reichte um in dieser Tiefe arbeiten zu können. Wie jede Gruppe in ihrer Schicht hatte sie eine Vorgabe was sie schaffen sollten. Das war nicht das Problem nur war bei der letzten Schicht ein Bohrhammer kaputt gegangen. Vernando hoffte das Ralf Wennington den Hammer schon hat ersetzen lassen . Ansonsten wäre die Schicht nicht zu ihren Zielen gekommen. Es bestätigte sich das Ralf Wennington den neuen Hammer schon hat nach unten bringen lassen. Somit konnte die Arbeit normal aufgenommen werden. Vernando teilte die Leute ein und machte sich selbst auch an die Arbeit. Zwar mit einem mulmigen Gefühl, denn er war der einzige der von dieser einen Geschichte gehört hatte, das vor einigen Jahrhunderten diese Mine auch schon existierte. Im Dorf erzählte man sich das dort früher ein schweres Unglück passiert sein soll. Wo mehrere leute verschütt gegangen waren und diese Mine mit einem Fluch belegt ist. Worauf damals der eine Flügel zum Einsturz gebracht wurde.

Vernando wollte dieser Geschichte nicht glauben, doch ihm sollte anders werden. Er machte sich mit seinem Hammer an die Arbeit und begann das Bollwerk abzuarbeiten. Es lief alles wie am Schnürchen wie an anderen Tagen auch. Doch dann passierte es. Vernando brach durch das Bollwerk. Fassungslos und unter vielen Gedanken die ihm gerade durch den Kopf gingen, griff er nach seiner Taschenlampe und leuchtete hinein. Viel konnte man leider nicht erkennen, daher beschloss er das Loch größer zu machen. Einige Minuten später war das Loch so groß das er mit dem Körper hinein kriechen konnte um so mehr über diese Höle zu erfahren. Ihm fiel gleich auf das die Luft nach Moder roch und alles andere als angenehm war. Die Höhle die Vernando fand war riesig im Vergleich zum Bergwerk. Er lief einige Meter und macht eine Entdeckung die sein Leben schlagartig verändern sollte. Ihm gefror das Blut in den Adern als er die ganzen Leichen sah. Natürlich wollte er nach Hilfe rufen ,aber er wusste das ihn keiner hören würde.

Einige Minuten vergingen bis er das Ausmaß begriff. Nun ging auch alles ganz schnell. Ehe sich Vernando versah stand urplötzlich eine Gestalt vor ihm, ein Toter der noch vor wenigen Sekunden auf dem Boden gelegen hatte. Er haderte noch mit seinem Verstand das dies nicht möglich sei, doch er traute seinen Augen nicht. Der Tote griff mit seinen Pranken nach ihm und fing an Vernando zu würgen. Mit all seiner Manneskraft versuchte er sich zu wehren. Doch all seine Mühen waren vergebens. Vernando schaffte es nicht und röchelte seine letzten Atemzüge, bis ihm letztendlich die Lichter ausgingen. Die Kollegen von Vernando bekamen davon nichts mit da die Lautstärke der Bohrhämmer zu laut war. Sie gaben sich ganz ihren Aufgaben hin.


 
Ralf Wennington fuhr mit seinem Rover bei dem Bergwerk vor. Der Wachmann eilte aus seiner Hütte Um den Herrn die Tür zu öffnen. Das tat er immer so und Ralf gefiel es drum ließ er es auch zu und sagte nie einen Ton.

Mittlerweile war es 23:40 Uhr und Ralf ging zum Fahrstuhl um in die Tiefe hinab zu fahren. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste er nicht was ihn da unten widerfahren sollte. Als der Fahrstuhl nach ewigen Minuten unten ankam, stieg Ralf Wennington aus und machte sich auf den Weg zu den Arbeitern. Diese bemerkten die Ankunft ihres Chefs nicht. Wie auch, der Lärm der Bohrhämmer war so laut das die Arbeiter Hörschutz tragen mussten. Als Ralf Wennington einen der Arbeiter auf die Schultern tippte fuhr dieser erschrocken zusammen." Oh Herr Wennington was verschafft uns die Ehre?" Nun Er musterte seinen Arbeiter mit einem argwöhnischen Augenrunzeln und fragte ihn wo er denn Vernando Rodriguez finden kann. Der Mann zeigte ihm auf der Karte den Weg. Wennington macht sich zugleich auf zu dem Punkt wo Vernando sein sollte.
   

Vernando wunderte sich als er langsam wieder zu Bewußtsein kam. Ich bin doch nicht tot? Was Vernando noch nicht wusste war das der Tote Ihm in den Hals biss kurz bevor bei ihm die Lichter ausgingen. Er verspürte keine Schmerzen und auch sonst schien alles ok zu sein. Vernando schaute sich um und sah wieder die Leichen, die um ihn herum lagen. Auch den Geschmack der modernden Luft schien ihn nicht mehr zu stören.

Die Gedanken in seinem Kopf pulsierten förmlich und ihm wurde schwindelig durch die Verarbeitung der letzten Minuten oder waren es gar Stunden? Erst jetzt als er sich in den Nacken fäßt um die Schwindelgefühl loszuwerden merkte er etwas nasses an seinem Hals. Mit weit aufgerissenen Augen bemerkt er dass die nasse leicht klebrige Masse Blut war. Es war sein Blut. Hatte er sich ein Wunde zugezogen beim Fallen? Wohl eher nicht. Also muss der Tote ihn doch verletzt haben. Also war es doch keine Täuschung. Als Vernando aufstehen wollte spürte er eine helfende Hand. Der Tote stand plötzlich wieder neben ihm. Er stellte sich vor als Graf Markus Devil. Vernando verstand nicht und wich aus menschlichem Instinkt zurück. Doch der Graf sagte: "Keine Angst du bist nun einer von uns". "Wie einer von euch?" fragte er aufgeregt. "Nun gut, ich habe dich zu einem Vampir gemacht. Deine Fähigkeiten werden sich noch mit der zeit weiterentwickeln." antwortete der Tote. "Wie meine Fähigkeiten werden sich noch entwickeln, ich verstehe nicht" wiedersprach Vernando verwirrt. "Nur ruhig mein Junge, du wirst eines Tages verstehen was ich für dich getan habe."Vernando versucht sich zu sammeln und schüttelt sein Haupt vor Fassungslosigkeit und des nicht Verstehens.


Ralf Wennington kam nun zu dem Punkt wo Vernando vermutet wurde. Was er sah ließ ihn verdutzt stehen bleiben. Als er einige Sekunden verharrte und sich schließlich fasste, schaute er neugierig in das Loch welches sich am Bollwerk befand. Hmm das sieht merkwürdig aus, hatte meie Vater damals recht gehabt? Fragte er sich innerlich. Also stimmt die Geschichte doch das der linke Stollen damals zum Einsturz gebracht wurde. Ralf wagte erst gar nicht durch die Öffnung zu schauen. Doch seine Neugier überwindet er recht schnell. Als er seinen Kopf durch die Öffnung steckte, lief ihm der blanke Schauer über den Rücken. Was er zu sehen glaubte, vermag er gar nicht in Worte zu fassen. Er erblickte in die große Halle, die sich ihm wie eine prunkvolle Empore darstellte.

Er versucht sich durch die Öffnung zu schieben. Was sich als leicht schwierig herausstellte, da seine Körperfülle doch ein wenig zu groß war für die Öffnung. Als Ralf es nun doch geschafft hatte und nun komplett in der Halle stand, sah diese noch prunkvoller aus als wenn man lediglich durch die Öffnung schaute. Mit staunenden Augen, die leicht glasig wirkten, schaute er sich um. Noch hatte Ralf die Leichen nicht entdeckt und auch Vernando und den Grafen konnte er noch nicht sehen.

Doch die beiden hatten Ralf Wennington schon bemerkt. Vernando fühlte wie sein Herz anfing schneller zu schlagen und einen gewissen Durst nach Blut zum Ausdruck brachte. Der Graf bemerkte wie das verlangen bei Vernando immer größer wurde. Doch noch hielt er ihn zurück und sagte zu ihm: "Werde Herr deines Verlangens erst dann wirst du die volle Macht der Vampire entwickeln".

Ralf Wennington ging immer weiter in die Höhle hinein, um sich dessen Ausmaßen gewiss zu werden. Als Ralf noch einige Schritte gegangen war und er sich umdrehte, blieb er verdutzt stehen. Nicht weit entfernt stand Vernando aber er war nicht allein. Wer mag das wohl sein fragte er sich innerlich, ein Fremder wäre nie hier runter gekommen. Ralf beschloss sich in Richtung Vernando und dem Fremden auf den Weg zu machen.

Als er Wennington nun nah genug bei Vernando und dem Fremden war, staunte er erst nicht schlecht, da der Fremde in erstklassiger Kleidung da stand. Wie Ralf es nun mal so seine Art war ließ er gleich den rauen ton anspielen und fragte Vernando, was der Fremde hier unten zu suchen hätte. Vernando antwortete dass das sein Onkel wäre, der ihn hier unten mal besuchen wollte. Doch Ralf stutzte dabei, weil Vernando ihm mal gesagt hatte, in einem Gespräch, dass er keine Verwandten mehr hätte. Also was sollte dann die Maskerade mit dem Verwandten? Ralf sprach ihn darauf an, aber Vernando kam gar nicht dazu zu antworten, denn der Graf stellte sich Ralf Wennington vor und schilderte dass er aus Peru angereist wäre um seinen letzten Enkel mal persönlich kennen zu lernen, da es um seine Person nicht so gut bestellt wäre. Ralf Wennington musterte den alten Mann, der recht gebrechlich aussah, von oben bis unten. Was er dabei nicht beachtet hatte, war das bei Vernando solangsam die Eckzähne zum Vorschein kamen und seine Augen blutunterlaufen waren, vor gier nach frischen Blut.

Gerade, just in diesem Momentan, schaut Ralf zu Vernando, sah das Blitzen und erschrack plötzlich. Das Entsetzen konnte man ihm vom Gesicht ablesen. Wie eine Salzsäule erstarrt, stand Ralf da, konnte den Augenblick nichts machen. Sein Körper fühlte sich an wie gelähmt. Er musste mit ansehen, mit welch einem Satz Vernando auf ihn zukam. Dann hörte er die schrecklichen Worte: "Du wirst sterben, dein Blut wird mich am Leben halten Du elender Wicht". Kaum ausgesprochen stand auch Vernando nun vor ihm, mit gebleckten Zähnen und blutunter-laufenden Augen sah er ihn an. Sein Mund war weit aufgerissen und man konnte nun, in dem gleißenden Licht, die Zähne erkennen, die wie scharfe Messer im Licht aufblitzten. Aus den entsetzten Augen von Ralf Wennington konnte man die pure Angst schon förmlich erkennen. Seine Steifheit vom Körper konnte er einfach nicht überwinden und musste mit ansehen wie die Zähne sich in seinen Hals bohrten. Der Schmerz ließ ihn aufschreien und er musste tatenlos miterleben wie Vernando ihn bis auf den letzten Tropfen Blut aussaugte.

Der Körper zu dem der Name Ralf Wennington passte war nur noch als blutleere Leiche zu erkennen. Graf Markus Devil scheute sich nicht zu Vernando zu gehen um ihn zu gratulieren, für seine erste Tat. "Aber es wird noch Andere geben, die nach deinem wahren Tod trachten werden", sagte der Graf zu Vernando. "Bedenke eines, wenn es Tag wird, musst du dich verkriechen, sonst stirbst du". Aber Vernando h örte den Alten schon gar nicht mehr, da seine Gedanken ihn so beschäftigten dass er sich mit windeseile aus der prunkvollen Halle entfernte und mit wahnsinns Tempo in Richtung der Arbeiter stürmte.

Nun folgte ein wahres Schlachtfest, denn Vernando lief einen wahren rausch. Er metzelte alle nieder, alle die in seiner Schicht gearbeitet hatten. Ein wahres Blutfest könnte man sagen, wurde dort veranstaltet. Als Vernando nun auch den letzen Menschen das Blut ausgesaugt hatte, merkte er das sein Leben, was er bis dahin fristete, so nicht weiter leben konnte. Vernando ließ einen Urschrei los, der es voller Wut und Verzweiflung in sich hatte. Doch das half ihm nun nicht mehr. Vernando sollte nun als Untoter sein Leben fristen und Menschen töten umso weiterleben zu können. Seit diesem Tag krasieren die Gerüchte um Vernando, dass er bei einem Unglück ums Leben gekommen sei. Andere behaupten dass er verflucht sei auf ewig in dieser Mine sein Unwesen zu treiben.

Diese Geschichte um Vernando Rodruigez wird heute noch den Kindern im Dorf Vera Cruz immer bei einem Lagerfeuer erzählt. Wo sie sich dann an die Erwachsenen anlehnen um sich in Sicherheit zu wiegen. Die Mine gibt es zwar doch sie ist seit mehreren Jahren stillgelegt.