Schloss Schönbrunn - Wien
 
In der Geschichte der österreichischen Herrscher findet man ohnedies schon genug gruselige Geschichten. Marie Antoinette, die in Paris enthauptet wurde (und die man an diesem Platz auch noch seufzen hören soll), Kaiserin Elisabeth, die in Genf von Luigi Luccheni mit einer Feile erstochen wurde (den Kopf des Mörders hat man in Alkohol eingelegt. Er liegt verschlossen und für die Öffentlichkeit unzugänglich im pathologischen Museum in Wien), Kronprinz Rudolf, der zusammen mit seiner Geliebten Mary Vetsera in Mayerling Selbstmord begangen hat oder Franz Ferdinand, der in Sarajevo vom Anarchisten Gavrilo Princip (er hat im Kerker versprochen, als Geist die Herrschaften am Hofe zu erschrecken) erschossen wurde (Anmerkung: die Story, dass das Auto verflucht ist und etliche Nachbesitzer hatte, ist ein Fake – das Auto steht seit 1915 unverändert auf seinem Platz im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum in Wien), was den ersten Weltkrieg auslöste – all das und noch einiges mehr ist schon eine Gruselenzyklopädie Wert.

   
Wen wundert es also, dass es in Wien in so manchen Gegenden spuken soll? So zum Beispiel auch im Schloss Schönbrunn.

Zita, die letzte Kaiserin Österreichs, war mit einer Hofdame zu Besuch auf Schönbrunn. Diese Hofdame wurde in einem Zimmer untergebracht, in dem sie „seltsame Träume“ hatte: eine altertümlich (in mariatheresianischem Stil) würde jede Nacht in das Zimmer kommen, und durch eine Tapetentüre (nicht gleich als Türe erkennbarer Eingang, in österreichischen Schlössern oft zu sehen) verschwinden. Sie könne kein Gesicht der Gestalt im Traum, wie sie beharrlich behauptete, es wäre ein solcher, erkennen, jedoch die erstaunlich schönen Hände.

Auf einem Gemälde im Schloss erkannte die Hofdame schließlich den Geist. Es dürfte sich um Gräfin Auersperg handeln, die Nacht für Nacht über den gleichen Weg ins Schloss kam. Bei den Gardisten war die Erscheinung schon so bekannt, dass diese ihr auf den Treppen und in den Gängen Platz machten, bevor sie in jenem Zimmer verschwand, in dem die Hofdame Nacht für Nacht Besuch bekam.

Angeblich wäre sie als Reue für die „kaiserlichen Umtriebe“ immer wieder gekommen und gesehen worden.

Die Bediensteten jedenfalls waren erstaunt, wie lange die Hofdame es in diesem gespenstischen Zimmer ausgehalten hätte, alle anderen Gäste waren spätestens nach zwei Tagen umgezogen.

Heute gibt es nur noch wenige, die ob der Gewohnheiten der ruhelosen Seelen in Schönbrunn Bescheid wissen. Zum Beispiel der eine oder andere Fremdenführer. Einer (mittlerweile jedoch woanders beschäftigt), hat bei einer Besichtigung vor Beginn der Öffnungszeiten der beliebten Sehenswürdigkeit im Toiletteraum der Kaiserin Sisi zwei transparente, wenige Zentimeter über dem Boden schwebende Gestalten gesehen. Die eine sitzend, die andere stehend. Die eine Gestalt schien die andere zu kämmen oder ihr Frisuren zu machen. Diese Szene hat sich oft wiederholt, an manchen Tagen schienen sich die Gestalten angeregt zu unterhalten, an anderen schien die sitzende ungeduldig und maßregelnd zu sein, jede Sichtung verlief ähnlich aber keine gleich. Und sobald ein ungewöhnliches Geräusch zu hören war, verschwanden die beiden Gestalten.

Wahrscheinlich handelt es sich bei den beiden um die Kaiserin Sisi und ihre Friseurin Fanny Feifalk, die eine wahre Künstlerin in Sachen Frisuren der Kaiserin gewesen sein soll. Sisi war für ihre Schönheit bekannt und die beeindruckenden Frisuren, die auf manchen Gemälden zu sehen sind, sollen von dieser Fanny Feifalk stammen.

Alle Fremdenführer haben irgendetwas im Schloss gesehen, doch keiner getraute sich etwas zu den anderen zu sagen um die Ruhe im Schloss zu bewahren. Also: haltet die Augen offen, vielleicht seht ihr was.

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Auf manchen Seiten im Netz wird dieses » Foto « als Aufnahme aus dem Schloss Schönbrunn verkauft – wie wir von den Autoren des Buches » „Geisterschlösser in Österreich“ « erfahren haben, ist es das aber nicht. Sie haben sich mit dem Bild in der Hand auf die Suche nach diesem Saal gemacht, ihn aber in keinem der besuchten Schlösser gefunden, schon gar nicht in Schönbrunn.

 
Quelle: Geisterschlösser in Österreich
www.wienspuk.net
mit herzlichem Dank für die freundliche Genehmigung