Phantomkutschen / Geisterkutschen
 
In der Nähe von Killakee liegt ein Städtchen namen Rathfarnham. Hier soll ein nichtmenschlicher Geist umhergehen. Bei dieser nichtmenschlichen Erscheinung handelt es sich um eine schwarze Kutsche, die von einem kopflosen Kutscher gelenkt wird.

In Boston hingegen gibt es eine Erzählung einer ganz ähnlichen Kutsche. Diese soll im 19. Jahrhundert, über einen längeren Zeitrum hinweg, über den Beacon Hill gerast sein. Und angeblich holperte die berühmte Deadwood-Postkutsche noch Jahrzehnte nach ihrer Ruhestellung über deren, in Norddakote liegenden Route.

Erzählungen über Phantomkutschen sind in Grossbritanie, sowie in den Vereinigten Staaten, immer wiederkehrende Mysterien und eine höchst andere Variation von seltsamen Wesen und Gestalten. Sie treten fast so häufig auf wie die Erzählungen von schwarzen Hunden mit blutrünstigen Augen oder wilden Jagden zu Pferde. Dennoch verlieren Geschichten über Phantomkutschen nicht an Interesse und ihre Legenden werden bis heute den nachfolgenden Generationen überliefert.

   
Eine der unheimlichsten Phantomkutschen von denen je berichtet wurde, folgt laut der Überlieferung, der Strecke zwischen Tavistock und Okehampton. Die Erzählungen sagen daß die Kutsche aus menschlichen Knochen gefertig ist. Die Knochen seien von jenen 4 Männern, die einst der Gehmal der bösen Lady Howard waren. Ihr bleicher und verhüllter Schemen selbst sitze in der Kutsche. Begleitet wird die Kutsche von einem Skeletthund, welcher vor der Kutsche herläuft.

Die Legende besagt daß der Hund die Aufgabe hat, in jeder Nacht einen Grashalm im Okehampton Park auszureißen und diesen zum Familienhaus von Lady Howard in Fitzford zu bringen. Diese Buße, die Lady Howard zu tragen hat, verdankt sie der Ermordung ihrer 4 Gatten, welche sie in die Wege leitete. Ihre ruhelose Seele soll erst erlöst werden wenn jeder Grashalm im Park ausgerissen ist. Somit also bis ans Ende der Welt.

   
Geschichtswissenschaftler haben eine höchst plausible Erklärung für das Auftauchen der Phantomkutschen. Bis zum frühen 19. Jahrhundert war es in England, wie auch in Amerika, schwer an frische Leichen zu kommen, welche an medizinischen Ausbildungsstätten für Sektions-zwecke benötig wurden. Verschiedene Anatomiegesetze wurden erlassen, die es Ärzten erlaubten mit Leichen von Armen und Vagabunden zu experimentieren. Bevor es dazu kam lief ein florierendes Geschäft mit frischen Körpern. Diese Geschäfte liefen zumeist mit Leichenräubern über die Bühne. Auf Leichenraub standen hohe Strafen und es war äußert schwer die toten Körper zu transportieren ohne gesehen zu werden.

Somit beschlossen die Räuber abschreckende Gerüchte über gespenstische Fahrzeuge in der Nachbarschaft zu verbreiten. Aus Angst davor bleiben die Bürger in Ihren Häusern und gingen nur noch mit große Ehrfurcht Nachts auf die Strassen. Somit hatten die Leichenräuber freie Bahn ihre schauerliche Ware ungesehen über die Landstriche zu transportieren.