Penkaet, das Schottische Spukschloss
 
Bis heute gibt es keine rationale Erklärung für die Vorkommnisse auf Schloss Penkaet. Schwer Schritte, Stöhnen und das unheimliche Geräusch als ob etwas schweres durch die Korridore gezogen wird, ließen die Nächte auf Schloss Pankeat zum Alptraum werden.

1946 im März versammelte sich eine Gruppe von Studenten auf Schloss Penkaet um für Ihr Theaterstück zu proben. Die Studenten über-nachteten im Schloss, und 2 von Ihnen übernachteten im Gemach von König Karl in dem ein massives Himmelbett stand, in dem König Karl einst geschlafen haben soll. Trotz einer Ölheizung fanden die beiden Mädchen keinen Schlaf. Es war einfach zu kalt in dem Zimmer und 2 Kerzen, die jeweils an der Seite des Bettes brannten, warfen unheimliche Schatten in den düsteren Raum. Plötzlich vernahmen die beiden merkwürdige Schritte. Es war gegen Mitternacht als sie erst rumpelnde Geräusche über sich vernahmen und es dann so klang als würde etwas einen Abhang hinunter rollen. Das ganze Spektakel dauerte etwa 2 Stunden lang.

   

Danch entdeckten die beiden Mädchen an der gegenüberliegenden Wand, neben dem Kamin, einen großen dunklen Fleck. Es sah ganz so aus als ob sich die Tapete an dieser Stelle gelöst hätte und herunterhing. Am nächsten Abend war der Fleck jedoch nicht zu sehen. Und jeder Versuch, den Fleck durch Schatten mit den Kerzen zu erzeugen schlug fehl.

Schloss Penkaet stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert. Es liegt in einer fruchtbaren gegend südlich des Firth of Forth, nahe Haddington. Es wurde seither nie renoviert, und so befinden sich noch viele der originalen Einrichtungsgegenstände im Schloss. Der Legend zu Folge ist das Gewissen von John Cockburn, einer der früheren Besitzer, schuld daran ist das dessen Geist durch Penkaet spukt. Er hatte seinen Verwandten John Seton getötet.

In den 20er Jahren wurde Schloss Penkaet von Professor Holbourn und dessen Frau gekauft. Und schon bald wurden auch sie Zeugen von sonderbaren Ereignissen. Kaum nach dem Einzug konnten sie schwere Schritte und das schleifende Geräusch, als wenn etwas weiches und schweres über den Boden gezogen wurde, im Schloss vernehmen. Gäste, die des öfteren auch während der Abwesenheit der Hausherren im Schloss übernachteten, berichteten davon daß sie Schreie und lautes Stöhnen vernahmen, und Türen, die am Abend zuvor noch verriegelt waren, am nächsten morgen offen standen. Mr. Houlbourn ermahnte das lästige Schlossgespenst des öfteren, wenn ihnen die Geräusche zu lästig wurden: "John, lass bitte dieses kindische Benehmen." Die Geräusche hörten darauf hin sofort auf.

Weihnachten 1923 stand man zusammen im Musikzimmer und sang Weihnachtslieder. Plötzlich bog sich eines der Holzmöbel, in das das Familienwappen geschnitz war, von der Wand und beugte sich nach vorn. Nach einem kürzen Zögern ging es dann in seine ursprüngliche Position zurück. Eine Freundin, die einige Zeit darauf im Zimmer, in dem das Bett von König Karl steht, schlief, konnte Bewegungen im Erdgeschoss vernehmen. Zusammen mit dem Professor ging sich nach unten um nach dem Rechten zu sehen. Es war niemand zu sehen. Als sie auf dem Rückweg waren konnten sie das Knarren des Bettes vernehmen, was klang als würde sich jemand im Schlaf umdrehen.

1935 schlief eine Mrs. Carstairs im Bett von König Karl, die zu Besuch war um sich von einer Erkrankung zu erholen. Der Bruder von Mrs. Houlbourn, der einen Stock tiefer direkt unter diesem Zimmer schlief, wurde in jener Nacht durch lautes Klopfen von oben geweckt. Vor lauter Schreck lief er zu seiner Schwester und weckte diese, weil er annahm Mrs. Carstairs wäre aus dem Bett gefallen. Als sie allerdings das Zimmer betraten, lag die Besagte friedlich im Bett und schlief. Aus König Karls gemach waren immer wieder Geräusche zu hören. Die Holbourns selbst, wie auch deren Besucher, konnten sie deutlich hören, wenn sie sich im Raum darunter befanden. Es klang als ob jemand durch das Zimmer stolpern oder gar die Möbel verrücken würden.


   

Das Gemach von König Karl

1924 verreisen die Holbourns, und ein Cousin wohnte so lange im Schloss. Er wollte einen Abend einem Besucher das Bett von König Karl zeigen und war erstaunt das sie die Bettwäsche zerwühlt vorfanden, als ob das Bett nicht gemacht worden wäre. Dabei war es die Tochter des Gärtners, Mrs. Anderson, die das Bett jeden Morgen frisch herrichtete und bestätigen konnte, auch an diesem Morgen das Bett gemacht zu haben und war über die Anschuldigung äußerst überrascht. Das selbe geschah auch als ein Besucher das Bett fotografieren wollte. Beim ersten Besuch war das Bettzeug zerwühlt, und Mrs. Anderson musste es neu herrichten. Der Fotograf schoss sein Foto und erschien kurze Zeit darauf nochmal. Das Foto was er gemacht habe, sei unterbelichtet und er wolle erneut bitten das Bett zu fotografieren. Als sie nun das Zimmer betraten fanden sie das Bettzeug erneut zerwühlt vor. Nachdem Mrs. Anderson das Bett ein weiteres mal glatt gezogen hatte, traf der Cousin Vorsichtsmaßnahmen und überprüfte erst ob die Fenster geschlossen seien und verschloss daraufhin beide Türen des Raumes. Auch stellte er 2 Ziegelsteine gegen die Haupttür.

Am nächsten Morgen waren die beiden Ziegelsteine beiseite geschoben und da Bettzeug wieder total durcheinander. Doch außer dem Cousin befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand anders im Schloss.


 
Im gleichen Zimmer ereignete sich noch ein weiteres Zwischenfall. Ein alter Kabinettschrank, der sich kaum verrücken ließ, befand sich plötzlich über 15cm von der Wand entfernt im Zimmer. Außerdem standen ein Schüssel und Messingkrug auf dem Schrank. Der Krug stand nun nicht mehr, sondern lag seitlich auf dem Schrank.

Der Sohn der Holbourns arbeitet eines Abends des Jahres 1935 noch spät in der Werkstatt des Hauses. Als er vor die Tür ging um seine Arbeit im verblassenden Sonnenlicht zu begutachten, kam die Haushälterin zum Fenster und berichtete das sie im Bad die Wasserhähne laufen und jemanden mit Wasser umherspritzen würde. Es muss wohl jemand ein Bad genommen haben, da sie kurze Zeit darauf auch vernahm wie das Wasser wieder abgelassen wurde. Mr. Holbourn beschloss der Sache nachzugehen, da seine Frau schon seit 21 Uhr im Bett lag und schlief.

Im Bad waren die Fenster so wie der Spiegel völlig beschlagen. Die Badewanne jedoch war ziemlich trocken. Niemand will im Bad gewesen sein. Und merkwürdig war vorallem das Stück Seife das im Bad gefunden wurde. In einem großen Haus war es üblich Seife in einheitlicher Farbe und in einer Großpackungen zu bestellen. Doch das weiße gefundene Stück Seife war überhaupt nicht, mit der sonst verwendeten Seife, identisch.

Nach dem Ableben von Mr. Holbourn hörte die Witwe, in der Nacht nach der Beisetzung, Schritte auf dem Weg vor dem Schloss. Sie konnte hören wie jemand die Vordertüre öffente und wieder verschloss. Ihr ältester Sohn ging diesem Phänomen nach, konnte aber keine Erklärung für diese Geräusche finden. Auf dem Weg zurück lief die Katze völlig verängstigt und verstört vor ihm her. Sie versteckte sich sogleich unter dem Tisch und schlug Wild mit dem Schwanz hin her. Ein anderes mal hörte der Sohn des Professors ein Kratzen an der Tür. Er dachte die Katze wolle nach draussen und lief hin um ihr die Türe zu öffnen. Plötzlich, er hatte die Tür noch garnicht erreicht, schwang die Tür weit auf, und auch die Tür am anderen Ende des Raumes öffnete sich plötzlich wie von Geisterhand. Der Vorhang wurde, obwohl es windstill war, nach außen geblasen und es wären Schritte zu vernehmen.

 
Professor Holbournes Sohn war einer der Studenten die März 1946 zur Theaterprobe auf das Schloss kamen. Mrs. Holbourn übernachtete aufgrund des vollen Hauses im Musikzimmer. Bis Nachts um 3 Uhr konnte sie aus dem Zimmer über sich laute Geräusche hören. Ihr Sohn und dessen Frau übernachteten diese Nacht im Speisezimmer. Und auch sie fanden aufgrund der Geräusche fast keinen Schlaf. Es klang fast so als wenn der Rest der Gruppe das Stück noch einmal einproben würde, was für diese Zeit aber unmöglich war. Auch die beiden Mädchen die in dem ominösen Zimmer schliefen, wurden am nächsten Morgen gefragt wie sie geschlafen hätten. Sie beschwerten sich über den Lärm, sagten aber daß sie versucht haben ihn zu ignorieren da ihnen eh nur jemand einen Scherz spielen wollte. Sie erzählten den anderen von den Geräuschen und dem Fleck an der Wand, und fragten William Brown, der ein Zimmer über ihnen lag, sich einen schlechten Scherz mit ihnen erlauben wollte. Dieser beteuerte jedoch die ganze Nacht über geschlafen zu haben. Margaret Stewart, eine Studentin die ebenfall auf der gleichen Etage wie die beiden anderne Mädchen geschlafen hatte, erzählte daß sie und ihre Zimmerpartnerin ebenfalls das rollenden Geräusch gehört hatten und dem Anschein nach nicht allein im Zimmer gewesen sind.

Ein weiteres rätselhaftes Phänomen wurde von Susan Hart beobachtet. Sie war seit Ihrer Schulzeit in Besitz eines Weckers, auf den sie sich immer verlassen konnte, und der nie falsch ging. Allerdings musste sie feststellen daß sich ihr Wecker, so sehr sie ihn auch aufzog, nie länger als 5 min am Stück lief.

König Karl
 
Mr. Holbourn erwähnte dann daß er herausgefunden hätte, das jede Uhr, die man an die Wand zwischen dem Speisezimmer und den angrenzenden Raum stellte, stehenblieb. Auch berichteten 2 der Mädchen daß sie sich seit dem Aufenthalt auf Schloss Penkaet krank fühlten. Oktober 1946 wurde von einem Kurator vom Collage für Parapsychologie in Edinburgh eine Erklärung von Mrs. Holbourn aufgenommen. Im Dezember wurden auch die meisten der Studenten zu den Vorkommnissen befragt. Auch William Brown bestätigte nochmals in der Nacht, in der es zu den Vorkomnissen kam, lange vor Mitternacht eingeschlafen war.

Im Juli des Jahres 46 erregte der Geist auch auf 100 Mitglieder einer wissenschaftlichen Gesellschaft seien Aufmersamkeit. In der Bibliothek das Schlosses befand sich ein Modell von Penkaet. Es stand unter einem Glassturz von etwa 60 cm Höhe und stand auf einer ovalen, ungefähr 50 cm langen Platte. Ohne ersichtlichen Grund zersprang plötzlich die Glasabdeckung, ohne das ich auch nur eine Person in der Nähe dieser befand. Sollte dies vielleicht ein Hinweis von John Cockburn sein daß er genug hat von den ständigen Besuchern?