Das Spukhaus in Hohensyburg / Dortmund
 
Das Spukhaus in Hohensyburg ist ein höchst Sagenumwobener Ort. Schon in alten Geschichten und Sagen der Stadt Dortmund, wird der Vorort Hohensyburg als Ort voller Mysterien beschrieben.

Die wohl bekannteste Geschichte die sich um das Spukhaus in Hohensyburg, welches in der Kückshauser Straße zu finden ist, rankt, ist die, daß einst ein Pfarrer mit seiner Familie in diesem Haus lebte und alle samt ums leben kamen als der Pfarrer einen Amoklauf hatte und sich und seine Familile umbrachte. Mitternachts soll Blut von den Wänden des Hauses fließen. In einem Schrank im oberen Stockwerk des Hauses soll ein blutgeränktes Brautkleid hängen.

Wieder andere Legenden erzählen von einem Kopflosen Reiter, der auf dem etwa 20.000 Quadratmeter großen Grundstück, sein Unwesen treiben soll. Eine weitere Vermutung die diesen Ort für äußert geheimnissvoll und mysteriös macht ist die
   
Erzählung von Sekten die in diesem Haus ihre okkulten Rituale abhalten sollen. Einige Anhänger des mystischen Glaubens halten den Ort für eine Art Tor zu Hölle, da Rauch und Dampf aus dem Boden hervortritt der nach Schwefel und Feuer stinkt.

   
Doch was steckt tatsächlich dahinter? Spukt es in diesem Haus, welches mittlerweile schon viele Jahre leer steht und unter Einsturzgefahr steht, wirklich? Ist der Grund des Hauses tatsächlich mit unterirdischen Gängen versehen oder ein Tor zum irdischen Untergrund? Wir wollen sehen was wir hier herausfinden. Bildet Euch dann Eure eigene Meinung.

Das ein Pfarrer je in dem kleinen Häuschen gelebt hatte konnte nicht bestätigt werden. Zu dieser Zeit als der Pfarrer, laut Erzählungen, in dem Haus gelebt haben sollte, wohnte ein Mann mit seiner um einiges älteren Frau in dem Haus in Hohensyburg. Beide gingen ihrem Lebensunterhalt mit der Landwirtschaft und einem nahegelegenem Steinbruch nach. Als die Frau anhand ihres Alters eines natürlichen Todes verstarb, übte der Mann die Landwirtschaftlichen Tätigkeiten allein aus. Als er dann später einer weiteren Tätigkeit in Dortmund-Wellinghofen nachging suchte sich der Mann einen Zweit-Wohnsitz um die ewigen Fahrereien zwischen Wohnort und Arbeitsstelle zu umgehen. Da der Mann stark alkoholabhängig war geschah es eines Tages daß er auf der Straße von einem Bus erfasst wurde und tödliche Verletzungen erlitt. Daraufhin stand das Haus lange Zeit leer.

Immer wieder wurde das Haus von Jugendlichen heimgesucht die sich gewaltsam zutritt zu dem Haus verschafften. Vielleicht waren Sie es auch die die Legende um das Spukhaus in Hohensyburg am Leben erhielten um ihre geheimen Treffen und Partys vor neugierigen Augen zu schützen. Oft wurden dunkle Gestalten an und um das Haus gesehen die mit Ihren Autos davor standen und warteten bis die Luft rein war bevor sie das Grundstück betraten.

Höchst Mysteriös erschien dann jedoch ein neuer Sicherungskasten der in dem mittlerweile verfallendem Haus angebracht wurde. Einige alte Zugänge in den Kellerräumen wurden zugemauert oder mit Schutt zugeschüttet so daß ein Eindringen in diese Räume unmöglich wurde. In den Kellergewölben selbst haben Bäume ihre Wurzeln durch das Mauerwerk geschlagen. Die Wände haben sich geneigt und die Träger die die Wände tragen sollten haben sich um fast 30 cm aus der Wand gezogen. Somit besteht akute Einsturzgefahr. Mittlerweile sind auch schon Teile der Decke und des Daches eingestürzt. Generell zeugt das Haus jedoch recht ungewöhnliche Merkmale. Zugemauerte Türen die ins Nichts führen und verlegte Stromleitungen die im Niergendwo enden.

   
Um das Haus vor unbefugtem Eintreten zu sichern muß der Eigentümer ganz schön tief in die Taschen kreifen. Die Fenster sind allesamt mit Gittern gesichert, die Haustür wird durch mehrer Stahlplatten abgedeckt die ein Eindringen eigentlich unmöglich machen sollten. Dennoch schaffen es immer wieder ein paar Randalierer, oder wie viele glauben Satanisten oder Anhänger einer mysteriösen Sekte, in das Haus einzudringen. Wenn nötig mit roher Gewalt und hoher Zerstörungswut.

Viele fragen sich wozu das ganze. Warum wird ein so baufälliges Gebäude abgesichert wie ein Gefägniss? Die Kosten müssen sich pro Jahr auf in die Tausende belaufen. Und all das nur um das Haus vor dem Betreten zu sichern da Einsturzgefahr besteht? Viele halten dies für absurd und gehen von ganz anderen, auch paranormalen, Dingen aus. Unzählige Spekulationen über Ereignisse in dem Haus locken natürlich noch mehr neugierige Augen an die sich an den Sicherungsmaßnahmen zu schaffen
   
machen und sich Zutritt zum Haus verschaffen. Sogar Medien sollen das Haus schon besucht haben und eine ungewöhnliche Kälte und die Anwesenheit von etwas gespürt haben.

 
Selbstverständlich weckte das Spukhaus von Hohensyburg auch Forscherzwänge in dem Einen oder Anderem und regte diese zu Recherchen an. Der Eigentümer konnte ausfindig gemacht werden. Ein Herr Manfred H. aus Hagen. Dieser ist natürlich über das Geschehen und die ganzen Legenden um sein Haus recht ungehalten. Immerhin ist es sein Besitz der hier als Okkulte-Stätte missbraucht wird und es daher immer wieder aufs neue zu Einbrüchen kommt.

Bei den Gesprächen mit dem Eigentümer kamen folgende Fakten ans Tageslicht. Der Eigentümer wollte das Haus im laufe der Zeit renovieren um dort mit seiner Frau einzuziehen. Daher wurden, als der Nachbar neue Stromleitungen bekam, ebenfalls welche in das Haus verlegt da geplant wurde Nachtspeicheröfen in das Haus zu installieren. Doch Frau H. hatte es sich dann anders überlegt und wollte nicht mehr nach Hohensyburg ziehen. Ausschlaggebend war hierfür lediglich das riesige Grundstück und die damit verbundene Pflege und Instandhaltung.

Die hohen Sicherheitsmaßnahmen die rund um das Haus getroffen werden sollten eigentlich dazu dienen unbefugten den Zutritt zu verwehren. Die Stadt Dortmund hat hierfür eine hohe Auflage gesetzt. Schilder die darauf hinweisen sollen daß der Zutritt verboten ist, werden in regelmäßigen Abständen entfernt und gewaltsam zerstört. Der Eigentümer geht sogar soweit daß er jeden zur Anzeige bringt der sich auf dem Grundstück blicken lässt.

Ist das Geheimnis nun um das Haus auf Hohensyburg geklärt? Es gibt trotz aller Recherchen und Untersuchungen noch Hinweise darauf das an diesem Haus etwas merkwürdig sein muss. Immerhin funktionieren einige Geräte nicht in der Nähe das Haues. Fotoapparate oder Kameras sollen plötzlich den Geist aufgeben und nicht wieder angehen trotz vollständig aufgeladener Akkus. Und was ist mit der Erzählung daß beißend stechender Gestankt aus den Löchern im Boden aufsteigt?

 
Das Spukhaus Hohensyburg wird auch weiter seine Fazination nicht verlieren. Vermutlich lässt das Interesse erst nach wenn das kleine Häuschen tatsächlich komplett eingefallen ist oder abgerissen wird. Bis dahin werden auch weiterhin unzählige auf der Suche nach dem paranormalen, im Spukhaus von Dortmund, sein.