RMS Queen Mary

Da ist sie dann, die Queen Mary. Jungfernfahrt 1936 unter der Flagge der Cunard-White Star-Linie, Inhaberin des "blauen Bandes" für die schnellste Atlantik- überquerung, zur Zeit als Hotelschiff in Long Beach liegend.

Sie ist ein wirklicher "Ozeanriese"... 310,70 m lang, 35,46m breit mit einem Passagiervolumen von 2.000. 4 Sätze Dampfturbinen brachten eine Leistung von 200.000 PS, die das Schiff mit einer Höchstgeschwindigkeit von 32 Knoten (über 60 km/h) über das Wasser treiben konnten.

Auf der Route Southampton-Cherbourg-New York eingesetzt, beförderte sie bereits im ersten Jahr ihrer Dienstzeit 57.000 Passagiere sicher über den Atlantik. Ein paar Tage vor Kriegsende wurde sie zunächst nach New York in Sicherheit gebracht, um während des Krieges als Truppentransporter eingesetzt zu werden. Ihre hohe Geschwindigkeit machte sie fast unangreifbar für deutsche U-Boote, und sie war zum Schluß für eine Kapazität von 16.000 Soldaten ausgebaut. Während des Krieges nannte man sie passenderweise "The Grey Ghost"....
   
Winston Churchill, der selbst dreimal mit ihr zu Konferenzen gefahren war, bemerkte nach dem Krieg, daß dieses Schiff, zusammen mit der "Queen Elizabeth", den Krieg um ein ganzes Jahr verkürzt hätte.

Das einzige nennenswerte Unglück in diesen turbulenten Jahren geschah am 2.10.1942, als QM wieder mal mit Truppen unterwegs war. Man hatte ihr als Geleitschutz den leichten Kreuzer HMS Curacao mitgegeben, ein Schiff von 135 m Länge und einer Besatzungsstärke von über 300 Mann. Während eines U-Boot-Alarms begann die QM, mit Höchstgeschwindigkeit Zickzack-Kurse zu fahren, dabei geriet ihr der Kreuzer vor den Bug.

Er wurde von QM in der Mitte durchgetrennt und sank. Dabei überlebte der geringste Teil der Kreuzerbesatzung, während QM ungebremst ihre Fahrt fortsetzte. Zu stoppen und sich um Schiffbrüchige zu kümmern, wäre auch glatter Selbstmord für sie gewesen....

Bei Kriegsende hatte sie etwa 750.000 Soldaten befördert. Bis 1946 war sie damit beschäftigt, amerikanische Soldaten und auch Kriegsbräute wieder nach Hause zu bringen, dann wurde sie ihrer Reederei zurück gegeben und fuhr ab 1947 wieder Liniendienst über den Atlantik. Dabei gab sie 1952 das "blaue Band" an die modernere und schnellere "United States" ab.

Als in den 60er Jahren Flugzeuge die großen Atlantikliner verdrängten, war auch das Aus für die QM gekommen. Am 16.09.1967 lief sie zu ihrer letzten Reise aus. Die Gemeinde Long Beach kaufte das Schiff für die vergleichsweise lächerliche Summe von 1.230.000 Pfund.Heute wird sie als Museum, Hotel und Tagungsstätte benutzt

   
Spukerscheinungen auf der QM
Die bekanntesten Spukerscheinungen auf der QM werden auf www.ghostandlegends.com behandelt, ich erlaube mir einfach mal, sie von dort aus direkt zu übernehmen:
 
Schott Nummer 13
Spätestens seit RMS Titanic sind Passagierschiffe in wasserdichte Abteilungen aufgeteilt. Diese lassen sich durch schwere, automatisch betriebene Stahlschotts hermetisch verriegeln. Natürlich muß die Anlage regelmäßig getestet werden. Einer dieser Tests fand am 10.07.1966 statt. Im Maschinenraum wurde dabei ein 18-jähriges Besatzungsmitglied vom Schott Nummer 13 zerquetscht. Seitdem sollen sowohl Besatzungsmitglieder als auch Besucher die Gestalt eines jungen Mannes mit Bart gesehen haben, der einen blauen Overall trägt, und in Höhe von Schott 13 verschwindet.
 

Der Pool
Hier haben wir den Swimming-Pool der ersten Klasse. Die meisten Sichtungen fanden hier statt, es wurden Geräusche von spritzendem Wasser berichtet, obwohl der Pool jetzt leer ist, ebenso wurden nasse Fußspuren gesehen, die über das Deck zu den Umkleideräumen verliefen. Auch wurden weibliche Gestalten in historischen Badeanzügen gesehen.

Experten sind sich sicher, daß dieser Ort das Zentrum der paranormalen Aktivitäten auf der QM ist. Tatsächlich scheint es mindestens zwei Fälle von Tod durch Ertrinken gegeben zu haben, dementsprechend werden zwei Geister wahrgenommen, beides Frauen, die eine ist im Stil der 30er, die andere im Stil der 60er-Jahre-Bademode gekleidet. Sensitive Personen sprechen übereinstimmend von negativer Energie bei den Umkleideräumen. Auch soll auf Höhe des Pools ein Passagier über Bord gegangen sein.

 
 
Speisesaal
Der ehemalige Erster-Klasse-Speisesaal, wird heute "The Queen's Salon" genannt. Hier residiert eine junge Frau im weißen Abendkleid, die allein in den Schatten zu tanzen scheint.

Kollision
Wir erinnern uns an die Kollision mit HMS Curacao. Hier sehen wir eine Aufnahme des Bugs der QM im Trockendock.
In den 70er Jahren plazierte ein Fernsehteam einen Audiorecorder an der Stelle im Schiff, an der die Kollision stattfand, und ließ ihn über Nacht laufen. Angeblich waren auf dem Band hinterher Kollisionsgeräusche zu hören. Es wurden aber auch Stimmen ausgemacht.
 

Kabinen Erste Klasse
Und so sah damals eine Kabine der ersten Klasse aus. Scheinbar spukt es gleich in einer ganzen Reihe von ihnen.

So werden Geräusche von fließendem Wasser aus unbewohnten Kabinen gehört, zu unmöglichen Uhrzeiten klingeln Telefone, mitten in der Nacht geht Licht an, Passagiere hören schwere Atemgeräusche und es wird an ihren Bettdecken gezupft, obwohl niemand sonst im Raum sein sollte.

Es wird auch berichtet, daß einer der Touristenführer auf einem von ihm selbst gemachten Foto die Gestalt eines Mannes in einem Anzug aus den 30er Jahren gesehen haben will. Ich habe das Bild in den Weiten des Internets noch nicht gefunden.....

 
Kinderspielzimmer
Wenige Stunden nach seiner Geburt starb Leigh Travers Smith. Die Schiffsärzte hatten das Menschenmögliche versucht, ihn durchzubringen.
Es gibt seitdem Berichte von Babygeschrei aus den Räumen der ehemaligen Kinderkrippe der dritten Klasse.

 

Liste der verstorbenen Besatzungsmitglieder
Der zweite Name von unten (John Pedder) ist der Mann, der vom wasserdichten Schott zerquetscht wurde. In diesem Teil des Schiffes ist ebenfalls eine Kamera installiert.

Ein weiterer Name wird den Spukerscheinungen zugerechnet, nämlich der des zweiten Offiziers William Stark, der im Jahre 1949 an einer Vergiftung starb, nachdem er Tetrachlorid getrunken hatte, das in einer Ginflasche aufbewahrt gewesen war.

Einem weiteren Bericht zufolge, den ich einfach mal der Vollständigkeit halber hier aufnehmen möchte, wurde in Kriegszeiten auch einer der Schiffsköche ermordet. Er konnte nämlich nicht kochen und wurde daraufhin von einer Meute wütender GIs in einen der Öfen gestopft und quasi zu Tode gebacken.
 
Nun kann man sich natürlich auch die Frage stellen, ob denn wirklich ALLE Todesfälle dokumentiert wurden. Denn wenn der Tod einer Person von Einfluß zu einem Skandal führen könnte, wird er ja gerne mal "tot"geschwiegen. Wie viele namenlose Geister mögen wohl auf der alten Queen ihre Heimat gefunden haben ? Spekulationen sprechen von 300 bis 600 Geistwesen, die sich auf den Decks des Schiffs ein Stelldichein geben.

 
Widmen wir uns an dieser Stelle der Frage, woher diese Spekulationen kommen.
Wie bereits beschrieben, war die QM von 1940 an im Kriegsdienst beschäftigt. Sie transportierte frische Truppen auf der Hinreise und sowohl Verwundete als auch Kriegsgefangene auf der Rückreise.

Diese Kriegsgefangenen stammten aus allen Waffengattungen (Heer, Marine, Luftwaffe) Deutschlands und Italiens, der damaligen sogenannten Achsenmächte. Da die eigenen Truppen jedoch deutlich wichtiger waren als die Gefangenen, stopfte man Letztere in Räume, die nicht für diesen Zweck vorgesehen waren.

Das betraf zum Beispiel die Räumlichkeiten im Vorschiff rund um den sogenannten "Kettenkasten", also dem Raum im Schiff, in dem die Ankerketten Platz fanden. Diese Räume waren schlecht belüftet und nicht klimatisiert, das Schiff kreuzte jedoch den Äquator und so starben die Gefangenen reihenweise, was man vorher nicht bedacht hatte. Wie es aussieht, sind zwei italienische Soldaten, sowie ein deutscher Marineoffizier und ein deutscher Gefreiter der Wehrmacht immer noch an Bord, und zwar im Bugbereich.

Die Information stammen von einem ehemaligen Fremdenführer der QM, der zumindest mit einem der Deutschen direkten Kontakt hatte. Ich lasse ihn hier mal selbst berichten:

Those cots used to be in the forward chain locker. That's the area in front of the access door to the crows nest. They were moved for the Grey Ghost Passageway thingy, but a German army private inhabits the very last cot you pass on the GGP. He probably died on it, and has attached his spirit to the cot itself. That's why I asked him, "Wie heissen sie?" as I walked through the GGP last March

Übersetzung: Diese Feldbetten waren üblicherweise im vorderen Kettenkasten. Das ist der Bereich vor der Zugangstür zum Krähennest. Für den "Grey Ghost-Rundgang" wurden sie umgestellt, aber ein Gefreiter der deutschen Armee bewohnt immer noch das letzte Feldbett, an dem man auf dem Rundgang vorbeikommt. Vielleicht starb er darin und hinterließ seinen Geist im Bett selbst. Darum fragte ich ihn "Wie heißen Sie?", als ich im letzten März diesen Rundgang machte.

Ob sich da wohl ein Soldat immer noch auf dem Weg in die Kriegsgefangenschaft sieht?

Weiterhin haben wir immer noch jene, die als Verwundete an Bord gingen und die Überfahrt nicht überlebten. Wie sah es bei ihnen mit einem Begräbnis in der Heimat aus ? Fehlanzeige.

Die Leichen waren durch die Überbesetzung des Schiffs ein potentieller Krankheitsherd. Auch gab es keine Kühlräume, die man für sie hätte reservieren können, denn ein Schiff, das für 2.000 Passagiere ausgelegt ist, hat auch nur Kühlräume für diese Kapazität. Für ein Begräbnis aufstoppen (beidrehen) konnte man sich nicht leisten, man wäre zu leicht ein gefundenes Fressen für die deutsche U-Bootwaffe geworden, und so blieb nichts anderes übrig, als sie in voller Fahrt der See zu übergeben.
 
Wieviele Soldaten hat die QM wohl auf diese Art und Weise in ihrem Kielwasser zurücklassen müssen ? Und wieviele davon waren eigentlich noch gar nicht bereit für den Tod ? Wieviele haben ihren Tod gar nicht bemerkt und streifen immer noch durch das Schiff ? Dokumente dürfte es kaum geben bei der Unzahl von Soldaten, die mit der QM befördert wurden. Selbst unser Gefreiter, der sich nach wie vor das Recht auf sein Feldbett nimmt, kann an jeder der damaligen europäischen Fronten gefangen genommen worden sein. Aufzeichnungen scheint es nicht zu geben, was aber auch daran liegt, daß ein Schiff, das zum Primärziel erklärt wurde, es sich einfach nicht leisten kann, zu lange an einem Ort zu verweilen.

Und in 5 Tagen, die die QM damals brauchte, um den Atlantik zu überqueren, hat auch versiertes Militärpersonal keine Chance, lückenlose Dokumentationen zu verfassen. Wichtig war damals nur eines:

"alle Maschinen große Kraft voraus!"

Text Copyright by: Zaphod. Quelle der Bilder: www.ghostsandlegends.com