Der Bergmönch / Bergteufel und die Grubenanlage im Clausthal-Zellerfeld
Viele Sagen ranken sich um die Clausthal-Zellerfelder Grubenanlagen im Harz. Meist handeln sie dabei um eine Begegnung mit dem sagenumwobenen Bergmönch oder Bergteufel. Dieser soll von großer Gestalt und in die Robe eines Mönches gekleidet sein. In seiner Hand soll er ein Grablicht tragen. Es sind der Glaube an den Teufel, sowie die realen Ängste vor unvorhersehbaren Katastrophen der lebensgefährlichen Arbeits- und Unterwelt, die sich in dieser Figur wiederspiegeln. Ursprünglich galt er als Herr und Verwalter des Reviers. Er kündigte Unglück an oder bot Beistand im Notfall. Im Laufe der Zeit jedoch gewann er, mit seinen dämonisch-bösen-Zügen mehr und mehr am Ruf des Bergteufels.

Der Bergmönch konnte jedoch auch hilfreich sein. Einst waren 3 Bergleute verschüt-tet worden. Diese wünschten sich sehnlichst noch so lange am Leben zu bleiben, bis
 
sie noch einmal die Sonne gesehen, ein Mahl mit der Frau oder ein Jahr seine Familie versorgt hätten. Alle 3 wurden daraufhin vom Börgmönch aus der Grube gerettet.

Als der erste der 3 jedoch das Sonnenlicht erblickte, starb er. Der zweite von ihnen starb nachdem er ein Mahl mit seiner Frau eingenommen hatte. Ein Jahr später, in dem er seine Familie noch gut versorgt hatte, starb auch der dritte von ihnen.

 
Zumeist quälte der Bergmönch jene Arbeiter die ihre Nachtschichten in den Gruben verbrachten. Er war richtig bösartig. Dennoch konnte er auch hilfsbereit sein. Einst musste in Bergmann, bis zur vollen Erschöpfung, Schaufeln und Hämmern. Als dieser Ohnmächtig wurde, erledigte der Bergmönch, aus Mitleid, den Rest der Arbeit. Gnadenlos wurde er jedoch wenn ihn ein Bergmann im Eifer des Augenblicks etwas gelobte, dies jedoch später nicht einhielt.

So zum Beispiel die Erzählung des Bergmannes der dem Teufel die Hand darauf gab, den grimmigen Bergmeister, der ihn ständig schickanierte und umherstieß, im ersten Zorn umzubringen. Er heiratete jedoch kurz darauf dessen Tochter und vermochte es daher nicht seinen Schwiegervater zu töten. Trotz Flucht wurde er daraufhin vom Bergmönch erfasst und musste selbst sein Leben lassen.

 
In der Grube "Silberner Mann" soll laut Überlieferung ein silberner Kopf entdeckt worden sein. Aber nicht nur dies. Als man weiterschürfte fand man eine komplette Menschengestalt aus Silber. Diese sollte den Bergmönch darstellen. Niemand traute sich, aus Ehrfurcht und Aberglauben, das Silber abzutragen. Als jedoch ein gieriger Bergmann einst den kleinen Finger der Figur abschlug, ergoss sich ein Wasser-strahl aus der "Wunde" und überschwemmte die gesamte Grube. Sie konnte nie wieder befahren werden.