Die schwarze Katze von Killakee
 
Die meisten Geschichten von Tiererscheinungen entsprechen einem herkömmlichen Folkloremuster. Dennoch gibt es Abweichungen. So zum Beispiel die schwarze Katze von Killakee. Sie besitzt erschreckend individuelle Züge.

Im irischen County Doublin steht das Killakee House in dem von 1968 bis zum Beginn der siebziger Jahre intensive Poltergeistaktivitäten zu beobachten. So bewegten sich zum Beispiel Gegenstände wie von Geisterhand oder flogen durch die Zimmer. Auch heute noch, trotz eines betriebenen Exorzismus und durchgeführten Untersuchungen von Parapsychologen, treten diese Phänomene in noch sporadischen Abständen auf.

Inzwischen ist Killakee ein Kunstzentrum. Hier malen irische Künstler, fertigen Skulpturen an oder stellen ihr Arbeiten dort aus. Ende der 60iger Jahre wurde das Haus von Mrs. Margaret O´Brien gekauft. Sie ließ einige Umbauten am Hause vornehmen.

   
Schon seit unzähligen Jahren geht die Geschichte einer großen Katze, die nicht kleiner als ein Airedaleterrier sein soll, um. Sie soll in den wuchernden Gärten des Hauses spuken. Man sprach deshalb von einem Spuk da diese Sichtungen bereits über vierzig oder fünfzig Jahre umfassten und die Lebensdauer eines normalen Tieres schon längst überschritten gewesen wäre. Mrs. O´Brien selbst bemerkte selbst einige male wie ein großes schwarzes Tier flüchtig in den Büschen verschwand.

   
Zu Zeiten der Renovierung geschah etwas seltsames. Zwei Dorfbewohner und Tom McAssey, ein mit Mrs. O´Brien befreundeter Künstler, waren gerade dabei den Ballsaal und die mit fliesen ausgelegte Diele zu renovieren. Sie beendeten gerade Ihre arbeit als einer der Männer bemerkte daß die soeben durch einen Riegel verschlossene Tür wieder weit geöffnet war. Alle drei waren sehr verblüfft darüber da der Riegel und das Schloss kräftig und gut gesichert gewesen waren. Sie spähten den Gang hinunter zur Tür und spürten einen kalten Luftzug der durch die offene Tür hereinkam. Draussen in der Dunkelheit konnte McAssey eine in schwarz gekleidete Gestalt ausmachen. Im glauben an einen Streich rief er der Gestalt zu daß er sie sehen könne und sie doch bitte eintreten solle. Stattdessen erhielt er eine Antwort von einer tiefen und gutturalen Stimme daß er ihn garnicht sehen könne und die Tür geöffnet bleiben solle. Alle drei konnten die Stimme deutlich hören. Jedoch vermuteten sie daß sie eher in einer Fremdsprache gesprochen wurde.

Zwei der Arbeiter liefen sofort davon als ein anhaltendes Schnauben ertönte. MCAssey schmiss sofort die schwere Tür zu und lief ebenfalls davon. Als er nocheinmal kurz zurück blickte stand die Tür erneut offen und in der Diele saß eine riesige schwarze Katze die ihn mit ihren Bernsteinfarbenden Augen anblickte.

 
Als MyAssey seine Geschichte erzählte war Val McGann, der frühere irsiche Stabhochspringmeister, der seine Werke ebenfalls in Killakee malte und ausstellte, nicht im geringsten überrascht. Er wohnte ganz in der Nähe in einem kleinen Häuschen in einem nahegelegenen Wald und hatte schon bei den verschiedensten Gelegenheiten eine ähnliche Katze gesehen. Er erzählte daß er bei seiner ersten Begegnung mit dem Tier vor Furcht erstarrte. Auch hatte er sogar einmal versucht ihr mit seiner Schrotflinge nachzustellen, es gelang ihm aber nicht das Tier in die Enge zu treiben. Dennoch waren alle von dem Anblick der Katze auf irgendeine Art und Weise faziniert. So groß wie ein Hund mit tiefschwarzem Fell und großen Pranken und 2 Augen so furchteinflössend das man sich garnicht traute dort hineinzusehen.