Leichname die nicht verwesen

   

Ein wundersames Leben war das was einige Heilige führten. Einige von ihnen jedoch verbringen selbst nach ihrem Tod noch Wunder. Sie bleiben vom natürlichem Verwesungsprozess verschont. Ihre Körper sind noch vielen Jahren noch vollkommen unversehrt und das ohne daß jegliche Konservierungsmethoden an ihnen vorgenommen wurden.


 
1879 starb die Heilige Bernadette von Lourdes. Bei ihr handelt es sich hier sogar um ein relativ modernes Beispiel.

1909 und nochmals 1919 wurde ihr Körper exhumiert. Eines ihrer Kruzifixe war vollkommen verrostet, während das Andere komplett mit Grünspan überzogen war. doch der Körper der Nonne, der Kapelle von St. Joseph in Nevers, zeigte keinerlei Anzeichen des Verfalls. Noch heute ist ihr Leichnam genauso unversehrt wie damals in der Kirche aufgebahrt.

Weitere Leichname von Christen, die in diesem Jahrhundert vorgefunden und nahezu unversehrt sind, gehören unter anderem der seligen Paula Frassinetti und Maria Assunata sowie dem heiligen Jean Vianney, der Curé von Ars.

Bild links: Der unversehrte Leichnam von Bernadette von Lourdes.

 
Ein ganz besonderer Fall war der des heiligen Cuthbert von Lindisfarne im nordosten Englands. Er starb bereits 687 n.Ch. und sein Leichnam war im 16. Jahrhundert noch immer unversehrt. 900 Jahre hatten seine sterblichen Überreste bis dahin in vollkommener Unversehrtheit überstanden.

Truppen der Roten Armee brachen 1922 das Grab des Heiligen Andreas Bobola, in der Kirche von Pinsk, in Polen, auf. Sie zerrten seinen Körper heraus und waren sichtlich erstaunt darüber dass de Leichnam, des bereits 1657 gestorbenen Mannes, so gut erhalten waren. Bereits 1917 wurde der Leichnam des Hl. Andreas ausgestellt und wurde nun nach Moskau gebracht. Heute wird er in einer Kirche von Warschau verwahrt, nachdem er wieder zurück nach Polen gebracht wurde.

 
Auch die Körper einiger stigmatisierten Menschen scheinen vor dem Zerfall verschont zu bleiben. So auch der der Katharina von Siena. 1375 traten bei der Heiligen Katharina die Stigmata auf, woraufhin sie zu Gott betete dass ihre Wunden verschwinden mögen und ihr nur der Schmerz bleibe. Wie sie gebetet hatte trat dies auch ein. Doch 1380, kurz nach ihrem Tode, wurden unter ihrer Haut die Stigmata sichtbar.

1430 wurde ihr Körper exhumiert. Dieser war bis Dato noch vollkommen unversehrt. Der Leichnam wurde daraufhin, mit päpstlicher Erlaubnis, zerteilt um heilige Reliquien zu erhalten. Als ihre Überreste bereits 500 Jahre alt waren, wurde 1855 dieser Prozess zum letzten Male wiederholt. Noch immer waren ihre Überreste erstaunlich gut erhalten.