Magnetismus - Magnetische Menschen
Die akademische Wissenschaft bestreitet die Existenz eines magnetischen Fluidums bei Menschen bis heute, doch es gibt Männer und Frauen, die magnetische Kräfte besitzen und mit diesen auch arbeiten. So z. B. der 55jährige Nikolaj Suvurow aus der russischen Region Kirow - er besitzt die Gabe Metall anzuziehen. Seine magnetischen Kräfte sind so außergewöhnlich, dass Töpfe, Pfannen, Scheren, Messer, Nadeln und ähnliche Metallobjekte an seinem Körper haften bleiben.

In einer anderen russischen Familie tauchte diese ungewöhnliche Gabe sogar durch drei Generationen hindurch auf. Die Menschen, die über dieses magnetische Fluidum verfügen, können ihre Magnetkraft oft willentlich an- und abschalten, indem sie sich auf den Gedanken konzentrieren innerlich Wärme zu erzeugen. Dieses merkwürdige Phänomen war angeblich zum ersten Mal nach der Tschernobyl-Katastrophe aufgetreten.
 
Die 12jährige Inga Gajdoutschenkowa aus Grodno, Weißrussland, bemerkte, dass ihre Hände plötzlich magnetisch waren und sie andere damit heilen konnte. Es scheint in Osteuropa mehr magnetische Menschen zu geben als anderswo. An einem Wettbewerb in Bulgarien, bei dem es darum ging, an welcher Person Metallobjekte am längsten haften blieben, nahmen immerhin rund 300 Menschen teil.

Doch nicht alle mit magnetischen Kräften versehenen Menschen demonstrieren ihre Fähigkeit durch die Anziehung von Metallgegenständen an ihrem Körper. Einige können darüber hinaus auch Metall abstoßen ­oder sie vollbringen andere außergewöhnliche Dinge.

 
Enorme Kräfte

Im 19.Jahrhundert bestaunte ganz New York die erstaunlichen Kräfte von Lulu Hurst alias Mrs. Paul Atkinson. Sie konnte selbst die stärksten Männer mit ihrem kleinen Finger mühelos von sich wegsstupsen - offenbar war sie im Besitz magnetischer Kräfte. Bei einer dieser spektaku-lären Demonstrationen soll sie einen gewissen Dr. Hardinge Britten immerhin ganze 30 Zentimeter vom Fussboden emporgehoben haben, indem sie ihre Hand auf die Rückenlehne seines Stuhles legte. Als Dr. Britten nach diesem Experiment wieder den Erdboden berührte, fühlte er sich nach eigenen Worten »wie ein zusammengepresster Zyklon«.

Über eine ähnliche Begabung verfügte auch die Amerikanerin Annie Abbott, die auch als »der kleine Magnet aus Georgia« bezeichnet wurde. Ihre übernatürlichen Kräfte wurden von Sir Oliver Lodge, einem angesehenen Parapsychologen und Physiker, in mehreren Experimenten getestet. Er hielt Abbotts magnetische Fähigkeiten für authentisch und selbst das "Journal für Psychical Research" berichtete ausführlich über seine Untersuchungen. Lodge jedenfalls war felsenfest davon überzeugt, dass Annie Abbott weder mit mechanischen Hilfsmitteln noch mit versteckten Vorrichtungen arbeitete, sondern über paranormale Kräfte verfügte.

 
Taschenspielertricks?

Gleichzeitig glaubte Lodge aber auch, dass fast alle ihre »Tricks« nachahmbar waren, einige davon sogar relativ leicht. Abbott konnte z. B. einen Stuhl hochheben, auf dem mehrere Leute übereinander saßen. Lodge war der Meinung, dass dies teilweise durch Kraft, teilweise aber auch durch einen Druck bewerkstelligt wurde, den die beiden ersten Personen - vielleicht durch ihr Unterbewusstsein - auf den Fußboden ausübten. Vielleicht, so spekulierte er, spielte auch ein Kniesehnenreflex eine Rolle. Oder sie hatte doch einen Komplizen, etwa die Person, die sich zuunterst befand.

Annie Abbott demonstrierte ihre magnetischen Kräfte auch dadurch, indem sie Zuschauer aufforderte sie vom Boden hochzuheben - was allerdings kaum jemandem gelang. Lodge vermutete, dass sie möglicherweise erheblich schwerer war, als sie nach außen hin erschien. Außerdem könnte sie durch eine leichte Verlagerung ihrer Ellbogen nach vorne oder hinten jedes Anheben wirksam verhindert haben. »Die Phänomene beruhen in allen Fällen auf Muskelkraft - außer bei dem Anhebeversuch«, folgerte Lodge.
 
Wie eine Fußnote in ihrem Buch Experiences in Spiritualism belegt, vermochte auch das Medium Catherine Berry allein durch eine Handbe-wegung Menschen so manipulieren, dass sie zu Boden stürzten oder zumindest ins Torkeln gerieten. Manchmal wurde ein Stock in ihrer Hand zum Zauberstab, mit dem sie Gegenstände zu den wunderlichsten Bewegungen veranlassen konnte.

Auch der Amerikaner Henry Slade soll imstande gewesen sein Fernbewegungen auszulösen, indem er z. B. die Ausrichtung von Kompass-nadeln beeinflusste. Und Professor johann Zollner von der Universität Leipzig konnte Stahlstricknadeln so magnetisieren, dass sie Eisenspäne anzogen.

 
Gedankenkraft

Als der Physiker Arthur Henard von der kalifornischen Stanford University den amerikanischen Künstler, Schriftsteller und Sensitiven Ingo Swann vor die scheinbar unlösbare Aufgabe stellte das magnetische Feld im Kern eines Magnetometers zu verändern, wurde dieses Vorhaben nicht ganz ernst genommen. Das Objekt war in einem acht Tonnen schweren Eisengewölbe eingeschlossen, das unterhalb des Laborbodens in Beton eingelassen wurde. Doch als Swann es tatsächlich schaffte, war jedermann verblüfft - sogar er selbst.

An dem Magnetometer war ein Aufzeichnungsgerät angeschlossen, das Magnetwellen anzeigte. Diese verdoppelten plötzlich 30 Sekunden lang ihre Frequenz. Ingo Swann gelang es sogar, die Aufzeichnung für 45 Sekunden vollständig zu unterbrechen - bis er seine enorme Konzentration nicht mehr aufrechterhalten konnte. Sofort erschienen wieder die normalen Wellenmuster.

 
In die Ferne sehen

Swann schrieb diesen Erfolg magnetischen Einflüssen und seiner Fähigkeit zu sich das Innere des Magnetometers geistig zu vergegenwär-tigen. Das würde bedeuten, dass er über einen Fernwahrnehmungssinn verfügte. Ähnlich entdeckte die Medizintechnikerin Felicia Parise aus New York, dass sie allein per Gedankenkraft ein magnetisches Feld erzeugen konnte. Sie hatte dafür mehrere Monate geübt und konnte später sogar den Zeiger eines Kompasses beeinflussen, der in einem elektrischen Metallsuchgerät auf einem versiegelten Filmpäckchen lag. Der Zeiger schlug um 15 Grad aus und bewegte sich dann nicht mehr weiter, obwohl in unmittelbare Nähe ein Magnet gelegt wurde. Wurde der Kompass aus dem Ziebereich entfernt, pendelte sich der Zeiger wieder auf Norden ein. Beim anschließenden Zurücklegen bewegte er sich dann wieder um 15 Grad.

Die berühmte russische Sensitive Nina Kulagina brauchte nur ihre Hände fünf bis zehn Zentimeter über einen Kompass zu halten um die Nadel abzulenken. Manchmal drehte sich sogar der ganze Kompass. Sie soll auch imstande gewesen sein Glas, Metallringe und Streichhölzer psy-chokinetisch zu beeinflussen. Seltsamerweise bewegten sich Gegenstände, die sie nie zuvor gesehen hatte, meistens von ihr weg.
 
Geheime Kräfte
Edward Leedskalnin, nur 1,50 Meter groß und von schmächtiger Statur, lebte im "Coral Castle" in der Nähe von Miami, Florida. Er erbaute diese Anlage mit seinen eigenen Händen aus riesigen Korallen-blöcken, die zusammen 1100 Tonnen wiegen. Der exzentrische lettische Immigrant starb 1951 ohne enthüllt zu haben, wie er dieses Wunderwerk vollbracht hatte. Immerhin wiegen die Steine jeweils rund sechs Tonnen und sind damit schwerer als die Blöcke, aus denen die Pyramide von Gise besteht. Leedskalnin, von dem bekannt war, dass er sich mit Magnetismus und Elektrizität befasste, arbeitete ganz allein und immer nachts um sicherzugehen, dass ihn niemand beobachtete. Vermutlich wandte er die gleichen Methoden an wie die alten Ägypter.
 
Westliche Zeugen

Zu den wenigen westlichen Menschen, die das Privileg genossen Nina Kulagina in Aktion zu sehen - wenn auch nur aus einer gewissen Ent-fernung - gehörte Dr. J. C. Pratt von der Universität von Virginia. In seinem Buch ESP Research Today berichtet er über seine Beobach-tungen: »Ich konnte Kulagina durch die geöffnete Tür sehen. Sie saß an einem kleinen runden Tisch, mit dem Gesicht zu mir gewandt. In der Mitte des Tisches lagen ein Kompass und eine Streichholzschachtel. Sie hielt ihre Handfläche ausgestreckt in Richtung der Streichholz-schachtel und nach kurzer Zeit bemerkte ich, dass diese mehrere Zentimeter von ihr wegrückte. Sie legte sie zurück in die Mitte des Tisches und die Schachtel rutschte erneut von ihr weg.«

Nina Kulagina besaß auch die verblüffende Gabe ein heftig schwingendes Pendel anzuhalten und willkürlich weiterschwingen zu lassen - und zwar in eine völlig andere Richtung! Bemerkenswert war auch, wie sie eine Waage so mit ihren Gedanken beeinflussen konnte, dass die leichtere Waagschale sich nach unten bewegte, obwohl sich in der anderen eindeutig ein schwererer Gegenstand befand.

Professor Puschkin von der Psychologischen Fakultät der Universität von Moskau führte mehrere Versuche mit Boris Ermolaev durch, der Gegenstände in der Luft schweben lassen konnte. Ermolaev pflegte sich durch Aufwärmübungen in höchste Anspannung zu versetzen. Danach vermochte er Objekte ohne jegliche Berührung zu bewegen oder vom Boden abzuheben.

Puschkin ging zunächst davon aus, dass dabei statische Elektrizität im Spiel war, rückte aber später von dieser Vermutung wieder ab. Nach seiner Theorie vermögen »lebende Systeme Gravitationswellen zu erzeugen und zu empfangen. Hierzu muss man von der höchst ungewöhn-lichen Annahme ausgehen, dass Menschen in der Lage sind Schwerkraftfelder hervorzurufen und damit Gegenstände in ihrer Umgebung zu beeinflussen. Ich konnte diese Theorie anhand der eindeutigen Beweise überprüfen, die mir die Versuche mit Ermolaev lieferten ... die Fähigkeit Gegenstände zu bewegen und schweben zu lassen widerspricht nicht den bestehenden physikalischen Gesetzen.«

 
Magnetische Mikroboen

Wissenschaftler haben inzwischen herausgefunden, dass offenbar auch bestimmten Bakterien magnetische Kräfte innewohnen. 1975 entdeckte Richard Blakemore von der Universität von Massachusetts, dass stäbchenförmige Mikroben, die er aus den Salzsümpfen bei Cape Cod isoliert hatte, unter seinem Mikroskop stets nach Norden ausgerichtet waren. Es stellte sich heraus, dass sie winzige Magneteisen-steinkristalle enthielten, die wie Mikromagnete wirkten. Über solche, von der Natur »eingebauten Magnete«, die der Orientierung dienen, verfügen auch einige Tunfischarten sowie Lachse und Bienen. Bei Tauben, die für ihr Heimfindungsvermögen bekannt sind, befinden sie sich zwischen dem Gehirn und der inneren Schädelhaut.

 
Neue Horizonte

Forscher haben sogar schon versucht Fliegenschnäpper einer Art »magnetischen Gehirnwäsche« zu unterziehen. Die Vögel wurden in Magnetfeldern aufgezogen, die um 90 Grad versetzt waren - mit dem Ergebnis, dass die Vögel im Winter nicht wie gewohnt in Richtung Süden zogen.

Vielleicht haben auch wir in früheren Zeiten einmal über ähnliche magnetische Fähigkeiten verfügt, die wir im Laufe der Evolution allmählich verloren haben - bis auf einige wenige Menschen, die noch heute darüber verfügen. Wenn dem so wäre, könnten wir uns vielleicht eines Tages sogar Mikrokristalle einpflanzen lassen um magnetische Kräfte zu entwickeln.