Der Yeti
   
Als Yeti (aus tibetisch gYa’ dred) oder Schneemensch, auch Chemo, bezeichnet man ein affenartiges Wesen des Himalayas, dessen Existenz nicht bestätigt ist. Auch in anderen Gegenden der Erde kennt man ähnliche Fabelwesen, z. B. den Bigfoot in Nordamerika oder den Orang Pendek in Indonesien.

Man beschreibt das Wesen in der Regel als etwa zwei bis drei Meter hoch und über 200 kg schwer, mit Fußabdrücken von bis zu 43 cm Länge. Einer der bekanntesten neueren Augenzeugen ist der Südtiroler Bergsteiger Reinhold Messner, der nach eingehender Untersuchung zu dem Schluss, kam, dass der Yeti eine Bärenart ist, die auch als Schneebär oder Tibetbär bekannt ist. So ist in einigen Himalaya-Sprachen "Yeti" das Wort für Bär. Auch einige frühere Untersuchungen kamen zu diesem Ergebnis.

 

 
Manche sagten zum Yeti auch Ihsan. Im buddhistischen Kloster von Khumjung im nepalesischen Khumbu kann ein Yetiskalp – oder zumindest etwas, das als solcher bezeichnet wird – besichtigt werden. Ein zweiter „Yetiskalp“ ist unter mysteriösen Umständen aus dem Kloster von Pangboche (ebenfalls im Khumbu) verschwunden.

1960 brachten Sir Edmund Hillary und Marlin Perkins von einer Expedition einen Yeti-Skalp mit, der sich bei der Untersuchung als Ziegenhaut herausstellte. Die meisten Wissenschaftler verneinen die Existenz einer solchen mythologischen Kreatur wegen der dürftigen Belege. Kryptozoologen sehen in dem Yeti den ausgestorbenen Gigantopithecus, der vor 10 bis evtl. 1 Millionen Jahren im Norden Indiens und Süden Chinas lebte.

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