Humanoide Tierwesen
Dr. Karl Shuker, Kryptozoologe, untersucht schon seit längerem, anhand von Fotos und anderen Belegen, die jüngsten Ergebnisse der Jagd auf Bigfoot, Yeti und anderen Mysteriösen Wesen.
 

   
Zweifellos' gehört der Bigfoot - ein Affenmensch, der sich auf den Hinterbeinen fortbewegt und riesige Fußspuren hinterlässt - zu den bekanntesten Monsterwesen auf der ganzen Welt.

Am 20. Oktober 1967 nahm Roger Patterson einen kurzen Film auf, der bald um die Welt ging. Er und sein Ranchnachbar Bob Gimlin ritten im Bluff Creek in Nordkalifornien an einer Flussbiegung entlang, als sie am gegenüberliegenden Ufer plötzlich eine riesige, behaarte Gestalt bemerkten. Ihre Pferde scheuten heftig. Und als das Wesen sich aufrichtete, ent-puppte es sich als ein gorillaähnliches Monster mit muskulösem Brustkorb, dunkelbraunem Zottelfell und einem spitz zulaufenden Kopf.

Wenige Augenblicke Später eilte das seltsame Geschöpf mit Riesenschritten davon, wandte sich aber noch einmal kurz nach den beiden verblüfften Männem um, bevor es endgültig im Wald-dickicht verschwand. Patterson verfolgte es zu Fuß und es gelang ihm, das geheimnisvolle Wesen mit seiner Schmalfilmkamera aufzunehmen.

 
Im Verborgenen

Bigfoot - (in Kanada wird er "Sasquatch" genannt) - wurde schon hunderte male in verschiedenen Teilen der USA und Kanadas gesichtet. Doch bevor Pattersons Film weltweit Aufsehen erregte, hatten nur wenige Menschen außerhalb dieser Länder überhaupt je von einem solchen Wesen gehört.

Von Augenzeugen wird Bigfoot im Allgemeinen als eine sehr stämmige, etwa zwei bis vier Meter große, affenähnliche und schwanzlose Krea-tur beschrieben, die sich fast aufrecht auf den Hinterbeinen fortbewegt. Er soll eine dunkelfarbige, meist von einem braunen oder schwarzen Fell bedeckte Haut haben, eine fliehende Stirn, eine platt gedruckte Nase, auffallend lange Arme, die beim Gehen hin- und herschwingen, sowie kräftige, muskulöse Beine und gewaltige, bis zu einem halben Meter lange Füße, die fünfzehige Abdrücke hinterlassen (gelegentlich wurden auch drei- und vierzehige Abdrücke gemeldet), die Hände sind pfotenähnlich. Bigfoot scheint vielerlei Pflanzen, Wurzeln und Beeren, aber auch Fleisch zu fressen. Er lebt vorwiegend in dichten Wäldern und ist außerordentlich scheu.

 
Gifanimation eines Ausschnitts des Patterson Films:

Primatenart?

Einige Kryptozoologen halten den nordamerikanischen Bigfoot für den modemen Vertreter eines längst ausgestorbenen Riesenprimaten, den »Gigantopithecus«. Einige Exemplare dieser Art, so lautet eine Theorie, haben vielleicht bis in unsere Zeit überlebt und treten in Europa und Asien als Yetis, so genannte "Schneemenschen", auf.

Lange Zeit gingen westliche Forscher davon aus, dass es nur eine Art von Yeti gibt, bis der bekannte. Bergsteiger und Yeti-Jäger Sir Edmund
   
Hillary 1960 berichtete, dass die Nepalesen drei verschiedene Arten kennen. Die kleinste wird »Teh-lma« genannt und soll nur einen Meter groß sein, rotes Fell und kleine Füße besitzen. »Teh-Ima« bewohnt die wärmeren Regionen der Himalaja-Täler in Nepal und Tibet und könnte ein primitiver Vertreter eines Pygmäenmenschen sein.

Am häufigsten wird allerdings der »echte« Yeti, auch »Meh-Teh« genannt, gesichtet. Er bewohnt zwar die gleichen Regionen wie der Teh-lma, ist aber mannsgroß, kegelköpfig, hat ein rotbraunes Fell und hält sich meistens in dichten Bergwäldern versteckt. Von dieser Art stammen die berühmten Yeti-Spuren, die gelegentlich in großen Höhen auf Schneefeldern entdeckt werden und die eine zusätzliche Zehe aufweisen.

 

Die größte der drei Yeti-Arten ist der »dzu­teh« oder »rimk«. Er soll aufgerichtet sagenhafte drei Meter groß sein, ein schwarzes struppiges Fell und menschenähnliche, jedoch enorm große Füße besitzen. Er lebt nicht im Himalaja, sondern in den zerklüfteten, hoch gelegenen Bergregionen von Osttibet, Bangladesh, Myanmar, der Mandschurei und Nordvietnam.

In unserem Jahrhundert fanden, bereits zahllose Expeditionen statt um dem Yeti auf die Spur zu kommen. Oft wurden sie von bekannten Persönlichkeiten geleitet oder finanziert - etwa Sir Edmund Hillary, Lord Hunt, Colonel John Blashford-Snell, dem texanischen Ölmillionär Tom Slick und dem britischen Bergsteiger Chris Bonington. Viel Stichhaltiges kam bei diesen Forschungsreisen jedoch nicht heraus. Selbst der berühmte »Yeti-Skalp«, den Sir Hillary 1960 als Leihgabe des nepalesischen Khumjung-Klosters nach England brachte, entpuppte sich später als eine Fälschung: Irgendjemand hatte ihn aus der Haut einer ziegenähnlichen Bergantilope, der »serow«, fabriziert.

Mitte 1996 entdeckten zwei australische Ärzte auf einer Trekking-Tour durch den Himalaja in der Nähe eines Wasserfalls bei Yahmg La eine versteckte Höhle, in der sich ein Strohlager befund. Ihre Sherpaführer behaupteten, dass dies ein Ruheplatz für Yetis sei. Diese hielten sich aber wohlweislich vor den Eindriilglingen versteckt.


 
Mumifizierte Überreste

Wie es das Schicksal wollte, wurde der viel versprechendste Beweis für die Existenz wenigstens einer Yeti-Art offenbar zerstört, bevor die Wissenschaftler Gelegenheit hatten ihn genauer zu untersuchen.

1953 behauptete der tibetische Mönch Chemed Rigduzin Dorlje Lopu, dass er in zwei Klöstern zwei mumifizierte Exemplare eines Riesen-Yeti untersucht habe. Da die Tibeter für ihre Mumifizierungskunst bekannt sind, bestand Grund zu der Hoffnung, dass diese Exemplare den Zoologen endlich die lang ersehnte Antwort auf die Frage liefern konnten, ob Yetis nun tatsächlich Nachfahren des »Gigantopithecus« sind. Leider wurde Tibet 1959 vollständig von China einverleibt, wobei tausende von Klöstern zerstört wurden. Seitdem hat man über die mumi-fizierten Yetis kein Wort mehr gehört.
 
Ähnlich wie beim Yeti scheint es auch von dem »Wilden Mann« oder »Yeren« in China mehr als eine Art zu geben. Heute geht man davon aus, dass es sich bei der kleineren Spezies um eine ungewöhnlich großwüchsige Makakenart (meerkatzenartige Affenart) handelt. Deren Existenz gilt aufgrund zweier konservierter Hände seit einiger Zeit als erwiesen. Die haarigen Gliedmaßen stammen von der Leiche eines Exemplares dieser Art, das im Mai 1957 auf einem Berg in der chinesischen Provinz Zhejiang erlegt wurde. 1985 wurde eines dieser Wesen in der Nahe des Huangshan Mountain in der Provinz Anhui lebend eingefangen und im Hefei-Zoo zur Schau ausgestellt.

Viele Forscher gehen davon aus, dass es sich auch beim »Yeren« um überlebende Exemplare der Spezies »Gigantopithecus handelt. Andere halten ihn eher für eine Art Orang-Utan, die in China seit langer Zeit als ausgestorben gilt. Eine Analyse von Haaren, die angeblich von einem Yeren stammten, hat immerhin erge-ben, dass deren Zusammensetzung mit keiner uns bekannten Tierart übereinstimmt. Angesichts dieser spektakulären Funde rief die chinesische Regierung im Oktober 1994 offiziell einen »Ausschuss zur Erforschung ungewöhnlicher und seltener Tierarten« ins Leben - mit dem erklärten Ziel das Rätsel um den
 
Yeren zu lösen. Im Juni 1997 traf aus Shennongjia die Meldung über die Entdeckung hunderter von Yeren-Fußabdrücken ein, von denen einige bis 38 Zentimeteter lang waren. Außerdem war es den Forschern gelungen, einige Yeren-Haarproben zu sammeln. Einer der Gründe, warum die chinesischen Wissenschaftler Yeren-Sichtungen mit so nachdrücklicher Entschlossenheit verfolgen, ist der, dass das örtliche Fremdenverkehrsamt für ein. Exemplar dieses Wesens eine Belohnung von umgerechnet rund 50.000 Euro ausgeschrieben hat. Dies wurde über die Medien verkündet und hat viele Schatzjäger angelockt, die die Bergregion nun hoffnungsfroh durchkämmen.

 
Verwandter des Menschen?

Skeptiker meinen, dass es sich bei den Sichtungen um Verwechslungen mit Bären oder Affen handelt - oder sie halten die Augenzeugen-berichte von vornherein für Schwindeleien. Wenn es solche Tiermenschen wirklich gäbe, so argumentieren sie, dann hätte die Wissenschaft sie schon längst entdeckt. Dabei wird jedoch eines außer Acht gelassen: Wenn diese Kreaturen existieren, handelt es sich höchstwahr-scheinlich um nahe Verwandte des »Homo Sapiens« und als solche um die intelligentesten aller mysteriösen Wesen, nämlich so genannte Kryptiden die sich der Gefangennahme geschickt zu entziehen wissen. Und warum sollten von den zahlreichen Hominiden-Spezies, die die
Erde in den letzten Millionen Jahren bekerten, nur eine einzige nämlich wir Menschen - bis heute überlebt haben. Das ist doch ziemlich unwahr-scheinlich oder etwa nicht?