Champ - Das Ungeheuer von Lake Champlain
Nordamerikas bekanntestes Süßwassermonster ist zweifelos Champ, welches im Lake Champlain sein Unwesen treibt. Champ soll laut Berichten einen langen Hals und einen pferdeähnlichen Kopf besitzen.
 

Mit einer Länge von 175 Kilometern, reicht der große See Champlain, eingezwengt zwischen New York und Vermont, bis zum Norden, zur Südspitze Quebecs. Stellenweise erreicht Lake Champlain eine Breite bis zu 18 Kilometern. In diesen Wassermassen ist es, das Wesen eigenhändig aufzusuchen, wie die Suche, nach einer sich bewegenden Nadel im berüchtigtem Heuhaufen. Doch Forscher ließen sich davon nicht abschrecken. Joseph Zarzynski ist zwifellos der eifrigste Forscher auf der Suche nach Champ. Seine Untersuchungen lieferten bisher viele wichtige Informationen.

So ist Champ zum Beispiel nicht nur ein Phänomen unserer Zeit, sondern wie Zarzynski schilderte, existierten schon Berichte von Sichtungen Champs vor Jahrhunderten. Zur damaligen zeit hatten die Irokesen die Herrschaft über das Westufer des Sees. Sie schilderten daß sich bereits zu derer Zeit eine riesige Wasserschlage mit Hörnern, die sie Chaousarou nannten, im Lake Champlain aufhielt.

   
Ende der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts nahm Champ bereits als "Wasserschlange von Lake Champlain" einen festen Platz in den Berichten der Lokalmedien, wie auch in Volkssagen, ein. Ab 1970 war Champ auch den internationalen Kryptozoologen ein Begriff. über rund 300 Augenzeugenberichte hatte Zarzynski bis in die späten Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts gesammelt. Das jedoch beeindruckenste Beweisstück ist ein Foto, welches vom Ehepaar Mansi geschossen wurde.

Sandra und Anthony Manssi sahen am 5. Juli 1977 Champ in der Gegend von St. Albans, Vermont, aus einer Entfernung von dreißig bis fünfundvierzig Metern. Schnell wurde ein Foto geschosse, auf dem dann ein dunkler Rücken, sowie ein langer aufrechter Hals mit einem dunklen Kopf zu sehen war, der sich von der Kamera abwandte.
 
Professor Paul LeBlond, Fachmann für Wellendynamik des Instituts für Ozeanographie de Universität von British Columbia, analysierte das Foto. Er kam zu dem Ergebnis daß der Teil des Wesens, welcher abgelichtet worden war, eine Länge zwischen 4,8 und 17,5 Meter betrug. Das heißt die Schätzungen enthalten nicht den Teil des Monsters, der unter der Wasseroberfläche verborgen blieb.

Über die Identität von Champ ist man gespaltener Meinung. Wie auch beim schottischen Ungeheuer von Loch Ness, ist die weitvervbreitetste Theorie, die eines lebenden Plesiosauriers.