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Zum Ende der Seite springen Lungenkrebs in der Familie...
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Selina Selina ist weiblich
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Lungenkrebs in der Familie... Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo

Ich habe vor einigen Tagen erfahren das der Mann meiner Mutter Lungenkrebs hat und heute erzählte sie mir, das es nicht heilbar ist. Ohne Behandlung geben ihm die Ärzte noch 2-3 Monate. Die Behandlung ist nicht zur Heilung sondern nur zur Lebensverlängerung da. Laut Ärzte ist die Form die er hat nicht Heilbar...
Aber nun mal von Vorne: Der Mann meiner Mutter war in den ersten 15 Jahren meines Lebens abzüglich der ersten 3 Jahre wie ein Vater für mich, obwohl ich schon früh erfahren habe, dass er nicht mein leiblicher Vater ist habe ich ihn doch immer als Vater betrachtet. Als ich dann 16 Jahre alt wurde gab es ständig streit, da spielte meine Oma ( die mutter meiner Mutter eine große Rolle) und da brach der Kontakt zu ihm ab, für etwa 2 Jahre. Als ich dann auszog hatten wir dann wieder Kontakt und auch ein gutes Verhältnis zueinander. Als ich ihn das letzte mal im Sommer 2006 gesehen habe für etwa 15 Minuten sah ich schon das er krank war und es ihm nicht gut ging. Er war heiser und hörte sich ganz komisch an. Vor ein paar Wochen erzählte mir meine Mutter das er vermutlich Krebs habe und er operiert wurde um Proben zu nehmen. Kurz danach erklärte er mir das er Lungenkrebs hat und das sie nun noch auf das Ergebnis der Befunde warten... und gerade vor wenigen Minuten erzählte mir meine Mutter das es nicht Heilbar ist und die Chemo noch noch der Lebensverlängerung dient...
ER ist doch erst mitte 40....
Warum ist das leben nur so unfair? Ich meine Ja klar damals als meine Oma diesen riesen Streit vom Zaun gebrochen hat, habe ich ihn gehasst . Aufgehetzt und unfähig mir selbst eine eigene Meinung zu machen... ich habe ihn verflucht, ihm die Pest an den Hals gewünscht.... es war ein Fehler, ich wollte ihm damals wehtun... ich versteh heute nicht mal mehr warum... irgendetwas tun das er leiden müsste und dann ist sein Vater erkrankt... ich muss gestehen ich habe mich gefreut... dann starb er und kurze Zeit später starb seine Frau ( die Mutter meines "Vaters") vielleicht war dies alles meine Schuld, Die Bücher, die Rituale und der Wunsch... vielleicht auch einfach Zufall... genau wie das jetzt. Natürlich ich habe ihm damals alles Böse an den Hals gewünscht, aber so sollte das doch nicht enden... doch nicht nachdem die Hitze der Wut verflogen ist, nachdem wir wieder Freunde waren. Ich habe lange darüber nachgedacht ob dies alles meine Schuld sein könnte, ob die bösen Wünsche und Flüche Schuld haben könnten, aber eigentlich glaube ich das nicht, ich war damals naiv und hatte keine Ahnung... vermutlich ist dies alles nur purer Zufall... oder vielleicht auch Schicksal... wer weiß...
Irgendwie fühle ich mich leer, was kann ich noch tun? Hätte ich etwas tun können? Trage ich die Schuld, oder trägt sie das Schicksal oder der Zufall?

Soll man nun hoffen das ein Wunder geschieht und sich die Ärzte irren? Kann man überhaupt noch hoffen?




Naja, vielleicht sind das auch alles nur die wirren Gedanken, die eine schlimme Nachricht auslöst. Vielleicht werde ich über die ganze Situation, die Gedanken in ein paar Tagen wieder grinsen können....

Aber eines ist wohl gewiss, der Tag an dem ich das erste mal in meinem Leben jemanden endgültig verlieren werde ist nicht mehr fern und ist auf eine unheimliche weise gekenntzeichnet...

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13.01.2007 12:08 Selina ist offline Beiträge von Selina suchen Nehmen Sie Selina in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von Selina anzeigen
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Hallo Selina,

das tut mir sehr leid, eine traurige Geschichte. Ich denke aber, dass Du nichts mit der Erkrankung zu tun hast
und Dir da auch keine Vorwürfe machen solltest. Manchmal passiert so was, ich kenne Leute, die schon in sehr
jungen Jahren von Krebs befallen wurden und es auch nicht geschafft haben.

Mitte 40 ist natürlich noch kein Alter, in dem man auf so eine Weise abtreten sollte, doch leider können wir uns
da nicht immer aussuchen. Ob wir da jetzt von Schicksal reden, ob das Zufall ist oder eher genetisch bedingt
wollen wir mal Außen vor lassen, selbst Leute, die sehr *gesund* leben, können Krebs bekommen und wenn die
es sehr spät entdecken, sind deren Tage auch gezählt.

Es ist sicher nicht Deine Schuld, auch wen Du zig mal geflucht hast und ihm schlimme Dinge gewünscht hast.
Ich habe schon viele Texte von Dir gelesen und denke Dich so ein wenig einschätzen zu können und ich bin
mir sehr sicher, dass Du nicht zu den Leuten gehörst, die so viel Hass in sich tragen um jemanden Magisch
zu belasten. Auch wenn Dir mit 16 der Arsch gekocht hat und Du jeden Tag was übles gesagt hast, um jemanden
auf solche Weise zu belasten, brauch man ein ganz anderes Wissen und einen Charakter, der so finster ist, dass
Blumen verwelken, wenn man an ihnen vorbeigeht.

Nutze die Zeit die euch noch bleibt, sagt was noch zu sagen ist und erspare das Mitleid.
Viel mehr kann ich Dir nicht sagen, da jeder auch anders mit so einer Situation umgeht, sprech in der Familie und
mit Freuden die Sache an, versuche einen Weg zu finden und wenn es so weit ist, haltet zusammen und halte
Dich auch an Deinem Glauben fest.


Liebe Grüße, Ajescha

__________________

13.01.2007 12:38 Ajescha ist offline E-Mail an Ajescha senden Beiträge von Ajescha suchen Nehmen Sie Ajescha in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Ajescha in Ihre Kontaktliste ein
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Liebe Selina,

für Dich tut es mir sehr leid, dass Du bereits heute weißt, dass morgen schon ein geliebter Mensch nicht mehr da sein wird.

Ich selbst habe Angst vor dem Tag, an dem ein geliebter Mensch für mich nicht mehr präsent sein wird, wie ich es zeitlebens gewohnt war, also gestorben ist, oder sterben wird.

Doch eines solltest Du jetzt auf keinen Fall auch noch
zusätzlich tun: Dir auch nur den Hauch einer Schuld dafür geben!

Ich weiß, wie es ist, einen anderen Menschen (dazu noch in irgendeiner Form "nahestehend") zu hassen.

Zitat:
habe ich ihn gehasst . Aufgehetzt und unfähig mir selbst eine eigene Meinung zu machen... ich habe ihn verflucht, ihm die Pest an den Hals gewünscht....


Hassen kann man eigentllich nur jemanden, zu dem man einmal eine liebevolle, freundliche, oder doch zumindest nähere Beziehung hatte. Das heißt: Du liebstest, mochtest diesen Menschen einmal sehr, zumindest aber hattest Du einen freundschaftlicheren Umgang mit der Person. Nur wer einmal sehr enttäuscht (oder in Deinem Fall sogar ge -täuscht) wurde, kann dann auch so etwas wie "Hass" für den Menschen entwickeln. Das heißt aber noch lange nicht, dass ihn/sie das auch berührt, oder ihm/ihr gar Schlechtes deswegen widerfährt.
Ich denke, eher das Gegenteil ist dann meist der Fall: Du tust Dir etwas Schlechtes damit an. Denn: Hass zerfrisst die Seele <- Deine Seele.
Ich weiß, wovon ich rede. Ich selbst habe auch Menschen (u.a. nahestehend) gehasst. Aber Hass ist ein sehr,sehr schlechter Berater und trübt die eigentliche Einstellung zu den Dingen und einem selbst.
Das hast Du korrigieren können. Du durftest feststellen, dass Dein Hass unbegründet und sogar falsch angebracht war.

Du hast jetzt die (besondere) Gelegenheit bekommen, Deine Gefühle zu korrigieren und (wieder) ins Gegenteil zu verkehren. Und für kurze Zeit darfst Du dem Menschen, dem Du ursprünglich "die Pest" an den Hals gewünscht hast, noch einmal frei von allem schlechten Urteil liebend oder freundschaftlich begegnen.

Sieh es als Geschenk und behalte Deine jetzigen Gefühle für den Mann, der Dir viele Jahre Vater war. Auch wenn das sehr, sehr weh tut, zu wissen, dass er doch nur noch für kurze Zeit ein paar schöne Augenblicke mit Dir erleben kann, oder Du mit ihm.

Es ist nicht unbedingt erleichternd, festzustellen, dass der Hass einem ja eigentlich nur selbst wehgetan hat, aber besser, als zu denken, dass DU für seine Krankheit und evtl. dann für seinen Tod verantwortlich bist.
Denn das bist Du keinesfalls.

Ich glaube kaum, dass überhaupt Menschen mit Gedanken oder Gefühlen einem anderen etwas antun könnten, ausser vielleicht, dass diese dann gekränkt, beleidigt oder sonstwie mit ähnlichen Gefühlen rück- reagieren.

Meine (positiven) Gedanken gehören jetzt in dieser Minute einmal Dir und Deinem Vater, auf dass Ihr zwei noch eine schöne Zeit miteinander haben dürft. <-- vielleicht funktioniert ja DAS

Liebe Grüße
Hermine

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- George Bernard Shaw -
14.01.2007 16:12 Hermine ist offline E-Mail an Hermine senden Beiträge von Hermine suchen Nehmen Sie Hermine in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von Hermine anzeigen
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Vielen Dank!

Das hat irgendwie sehr gut getan... Ich glaube ich werde versuchen zu hoffen das es ihm noch lange sehr gut geht...

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14.01.2007 17:48 Selina ist offline Beiträge von Selina suchen Nehmen Sie Selina in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von Selina anzeigen
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Beitrag wurde verfasst: am 14.01.2007 um 17:48 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
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