Registrierung Kalender Mitgliederliste Teammitglieder Suche Häufig gestellte Fragen Zur Startseite
Geister und Gespenster Forum » Spuk und Phänomene » Urban Legends, Sagen und Mythen » Sagen aus dem Saarland » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Sagen aus dem Saarland
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Schutzgeist   Zeige Schutzgeist auf Karte Schutzgeist ist männlich
Mitglied


images/avatars/avatar-988.jpg

Dabei seit: 18.09.2006
Beiträge: 48
Herkunft: Saarland


Level: 29 [?]
Erfahrungspunkte: 225.051
Nächster Level: 242.754

17.703 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Sagen aus dem Saarland Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Nächtliche Heimfahrt


Eine junge Kellnerin ist mit ihrer Schicht in einer kleinen Kneipe in Rohrbach fertig und begibt sich mit ihrem Auto auf den Heimweg nach Neunkirchen-Menschenhaus. Auf der Landstraße, die auch durch ein bewaldetes Tal führt, bemerkt sie am Straßenrand eine ungewöhnliche Erscheinung. Sie hält an, da sie vermutet, dass dort im Straßengraben eine verletze Person liegt, findet aber nur ein paar dunkle Müllsäcke.

Es ist dunkel und regnerisch, und die junge Frau hört aus dem Wald Geräusche, das Rascheln von Laub, knackende Äste, die sie sehr beunruhigen. Sie fühlt sich in irgendeiner Form beobachtet und hastet zurück zu ihrem Auto. Als sie hinter sich Schritte auf dem Asphalt hört schlägt sie nur noch schnell die Fahrertür zu und fährt so schnell wie möglich nach Hause.

Als sie endlich zu Hause angekommen ist, stellt sie ihr Auto in der Garage ab und steigt aus. Dabei bemerkt sie an der Tür ihres Autos Blutspuren. Bei näherer Betrachtung sieht sie auf dem Boden der Garage einen abgetrennten Finger, der in der Tür eingeklemmt war und nun auf den Boden gefallen ist.

Quelle: Email-Zusendung von Frederik Noah Schäfer, 12. Februar 2005, der diese Geschichte zum ersten Mal 1988 gehört hat. Freunde seiner Eltern berichteten, das dies einer Freundin einer Freundin passiert sei, und die Dame sich danach für lange Zeit in psychatrische Behandlung begeben hätte.

Die Geschichte selbst wird in seiner Gegend, d.h zumindest im Süd-westlichen Saarland schon seit fast 30 Jahren berichtet, wobei die Strecke, auf der dieser Vorfall passiert sein soll ständig wechselt (Landstraße zwischen St. Ingbert und Oberwürzbach, zwischen Elverberg und Bildstock oder zwischen Kirkel und St. Wendel), und die Frau entweder Kellnerin oder Lehrerin ist. Auch die Objekte die die Aufmerksamkeit der Frau auf sich ziehen variieren zwischen Müllsäcken, Kleidungsstücken oder Decken.

Quelle: www.sagen.at



Bin erst heute auf diese Sage aufmerksam geworden rotes Gesicht
Ich find sie ziemlich interessant, weil ich selbst aus St. Ingbert komme und alle anderen genannten Ortschaften nur einen Steinwurf von mir entfernt sind. (mal abgesehen von St. Wendel)

__________________
Werde die Summe deiner Erfahrungen und nicht die Marionette deines erlebten!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Schutzgeist: 12.11.2006 22:48.

12.11.2006 22:42 Schutzgeist ist offline E-Mail an Schutzgeist senden Beiträge von Schutzgeist suchen Nehmen Sie Schutzgeist in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Schutzgeist verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 12.11.2006 um 22:42 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
Schutzgeist   Zeige Schutzgeist auf Karte Schutzgeist ist männlich
Mitglied


images/avatars/avatar-988.jpg

Dabei seit: 18.09.2006
Beiträge: 48
Herkunft: Saarland


Level: 29 [?]
Erfahrungspunkte: 225.051
Nächster Level: 242.754

17.703 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Themenstarter Thema begonnen von Schutzgeist
Der unheimliche Jäger von St. Ingbert Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ein unheimliches Erlebnis hatten einst zwei Hüttenarbeiter aus St. Ingbert, die sich an einem schichtfreien Tag in den Wald am "Großen Stiefel" begaben, um dort eine Fuhre Dürrholz zu machen.

Am östlichen Abhang des Stiefels, ungefähr hundert Schritte von seinem höchsten Punkt entfernt, trafen die beiden einen eichenen Stumpen, der noch auf der Wurzel stand und wohl einige Trag lasten Holz abwerfen mochte. Sie schlugen fleißig drauf los, allein trotz der Schärfe ihrer Äxte ging nicht ein einziger Hieb ins Holz, und unter der Wurzel des Stammes rumpelte und polterte es bei jedem Schlag, als wolle der ganze Berg auf einmal zusammenstürzen.

Da wurde den beiden Männern angst und bange, der Schweiß rieselte ihnen von der Stirn, und sie ließen zu gleicher Zeit mit ihren Hieben nach. Als sie sich aber ängstlich verwundert und stumm fragend anschauten, stand urplötzlich eine lange, hagere Gestalt vor ihnen, aus deren geisterhaft fahlgrauem Gesicht zwei funkelnde Augen blitzten.

Es war der unheimliche Jäger; er trug einen grauen Rock mit grünem Kragen und ebensolchen Aufschlägen und als Kopfbedeckung einen runden, einseitig aufgekrempelten Hut mit Federn.

An der linken Seite hing ein Jagdsack und darunter ein Hirschfänger. Über der rechten Schulter trug er eine schwere Jagdbüchse. Wie vor dem Leibhaftigen ergriffen nun die beiden Holzfäller die Flucht, rannten wie gehetzt den Berghang hinab und trafen unten in der Ebene das Ochsengespann, das sie bei einem Verwandten zum Abholen des Holzes bestellt hatten. Schnell wandten sie das Fuhrwerk um und zogen unverrichteter Dinge in größter Eile ab mit dem festen Vorsatz, auf dem Stiefel kein Brennholz mehr zu sammeln.

Quelle: hallosaarland.de oder de-schdiwwel.de

__________________
Werde die Summe deiner Erfahrungen und nicht die Marionette deines erlebten!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Schutzgeist: 13.11.2006 03:27.

13.11.2006 00:55 Schutzgeist ist offline E-Mail an Schutzgeist senden Beiträge von Schutzgeist suchen Nehmen Sie Schutzgeist in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Schutzgeist verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 13.11.2006 um 00:55 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
SpionDerNacht   Zeige SpionDerNacht auf Karte SpionDerNacht ist männlich
König


images/avatars/avatar-1107.jpg

Dabei seit: 26.08.2006
Beiträge: 749
Herkunft: Hessen


Level: 43 [?]
Erfahrungspunkte: 3.528.956
Nächster Level: 3.609.430

80.474 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Genau das richtige Feeling hier... draußen stürmt es, ich habe leise Musik und eine schöne Tasse Tee und dann noch diese gruseligen Geschichten wirklich sehr spannend smile )

__________________
Leb Dein Leben leichter und lächle...
13.11.2006 02:00 SpionDerNacht ist offline E-Mail an SpionDerNacht senden Beiträge von SpionDerNacht suchen Nehmen Sie SpionDerNacht in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie SpionDerNacht in Ihre Kontaktliste ein
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von SpionDerNacht verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 13.11.2006 um 02:00 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
Schutzgeist   Zeige Schutzgeist auf Karte Schutzgeist ist männlich
Mitglied


images/avatars/avatar-988.jpg

Dabei seit: 18.09.2006
Beiträge: 48
Herkunft: Saarland


Level: 29 [?]
Erfahrungspunkte: 225.051
Nächster Level: 242.754

17.703 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Themenstarter Thema begonnen von Schutzgeist
Der Riese Kreuzmann Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Der Riese Kreuzmann
auf dem 'großen Stiefel' bei Ensheim
Auf dem "Großen Stiefel", dem kegelförmigen Berg bei Ensheim, heißt eine Felsplatte noch heute der Riesentisch. Hier hauste vor alten Zeiten der fürchterliche Riese Kreuzmann, der Menschen einfing und die Gefangenen auffraß. Der Unhold war so stark, daß er die dicksten Waldbäume wie Hanfstengel ausriß und Felsenstücke heben konnte, so groß wie kleine Häuser, wie man es noch an dem Riesentisch sehen kann, den er sich hierher setzte. Den im Tal eingefangenen Menschenvorrat, soweit er ihn noch aufsparen wollte, sperrte der Unmensch in einen hölzernen Käfig ein, bis er Hunger bekam. Die unglücklichen Leute sollen in ihrem Gewahrsam so fürchterlich geschrieen haben, daß man es weithin hörte. Doch der Riese höhnte voll Bosheit: "Ei, wie schön meine Vögel pfeifen!"

Lange Zeit hatten die Menschen unter diesem Bösewicht zu leiden. Schließlich rafften sich die Bewohner der Gegend auf und beschlossen gemeinsam, den Riesen zu töten. Sie wollten ihn nach seiner Mahlzeit, nach der er gewöhnlich einige Tage fest schlief, aus seiner Behausung ausräuchern. Daher häuften sie Stroh, Reisig und allerlei Holz um seinen Turm und zündeten alles an, um ihn zu ersticken; doch Kreuzmann hielt den Rauch, von dem er wach wurde, nur für dicken Waldnebel. Immerhin mußte er heftig niesen. Davon erzitterte die Erde wie bei einem Erdbeben, so daß die Leute erschreckt den Berg hinabliefen. Als Kreuzmann aus seinem Turm heraustrat, um frische Luft zu schöpfen, merkte er erst, was die Leute angerichtet hatten, und geriet in schreckliche Wut. Er hatte gerade den großen Wetzstein zur Hand, an dem er vor dem Schlachten seiner Opfer die Messer scharf machte. Diesen warf er seinen Feinden mit aller Wucht nach. Sausend fuhr der Stein durch die Luft, weit über die Menschen hinweg, mit der Spitze in die Erde, wo er noch heute neben dem Bach zu sehen ist.

Nun wollte der Riese selbst eilends den Berg hinablaufen, um die Menschen mit Baumstämmen zu erschlagen, aber er stolperte über einen Felsen und stürzte so wuchtig zu Boden, daß er betäubt liegen blieb. Kaum sahen die Menschen seinen Fall, da liefen einige besonders mutige Männer hin und schlugen das Scheusal vollends tot; seinen Leichnam warfen sie in ein tiefes Loch, auf das sie Stein um Stein wälzten, bis sich ein kleiner Hügel erhob. Darunter liegt der Riese noch heute begraben. Den Hügel aber nennt man auch jetzt noch das Riesengrab.

Bild1: Riese Kreuzmann
Bild2: Spellenstein in Rentrisch
Bild3: Kulturdenkmal "Tisch"

Quelle: de-schdiwwel.de

__________________
Werde die Summe deiner Erfahrungen und nicht die Marionette deines erlebten!
13.11.2006 03:41 Schutzgeist ist offline E-Mail an Schutzgeist senden Beiträge von Schutzgeist suchen Nehmen Sie Schutzgeist in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Schutzgeist verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 13.11.2006 um 03:41 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
D-E.V.I.L   Zeige D-E.V.I.L auf Karte D-E.V.I.L ist männlich
Foren Gott


images/avatars/avatar-1492.jpg

Dabei seit: 31.01.2006
Beiträge: 2.687
Herkunft: Hamburg


Level: 51 [?]
Erfahrungspunkte: 13.214.658
Nächster Level: 13.849.320

634.662 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Super Sagen!
Vor allem das mitm Riesen fand ich wirklich GEIL! Tolle Story irgendwie....
Bitte mehr davon Zunge raus

__________________
going crazy!


13.11.2006 21:05 D-E.V.I.L ist offline Homepage von D-E.V.I.L Beiträge von D-E.V.I.L suchen Nehmen Sie D-E.V.I.L in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie D-E.V.I.L in Ihre Kontaktliste ein
Schutzgeist   Zeige Schutzgeist auf Karte Schutzgeist ist männlich
Mitglied


images/avatars/avatar-988.jpg

Dabei seit: 18.09.2006
Beiträge: 48
Herkunft: Saarland


Level: 29 [?]
Erfahrungspunkte: 225.051
Nächster Level: 242.754

17.703 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Themenstarter Thema begonnen von Schutzgeist
Der Teufel als Wildsau Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Der D-E.V.I.L *reusper* ähm Teufel als Wildsau Zunge raus

Ein Bauer aus dem Saarland fuhr einstmals mit einem Wagen voll Kohlen die Staffel hinauf. Sein Bub hockte auf dem Wagen droben, er selber ging nebenher. Ach, es war eine armselige Fahrerei! Je höher sie hinaufkamen, desto langsamer bewegte sich der Wagen vorwärts, und am Ende wollte es überhaupt nicht mehr gehen. Da fing der Bauer zu fluchen an: "Ein Himmelheiligmillionendunnerkeil soll so ein Gefährt verschlagen! Da sieht man,s wieder:

Berge nunner helfe all, Heilige drigge,

Berge noffer awwer ke Däiwel."

(Bergab helfen alle Heiligen drücken,

Bergauf aber kein Teufel.)

Das letzte Wort war noch nicht aus seinem Munde, da rauschte es in der Hecke nebenan, eine pechschwarze Riesenwildsau sprang heraus, schoß unter den Wagen und war dann wie ein Ungewitter mit dem Gefährt verschwunden. Wenn man den Bauern damals gestochen hätte, keinen Tropfen Blut hätte er von sich gegeben, so erschrocken war er. Aber, wer meint, er sei ein anderer geworden, der täuscht sich. - "Pferde und Wagen sind beim Teufel", dachte er achselzuckend, "und mein Bub? Soll er dahin sein! Hat der Teufel das Fuhrwerk geholt, kann er auch den Buben mitnehmen."

Doch wie er dann auf die Ebene kam, da stand das Fuhrwerk, als wäre nichts passiert, und der Bauernbub hockte obenauf und kaute vergnügt an seinem Butterbrot.

Seit dieser Zeit hat der Bauer dem Teufel keine Vorwürfe mehr gemacht. Sooft er die Geschichte von der Wildsau erzählte, meinte er zum Schluß: "Da seht doch, ihr Leute, der Teufel ist nicht so schwarz, wie er an die Wand gemalt wird."

Ouelle: hallosaarland.de


Wieder einer meiner Fafouriten, denn die Staffel (sehr, sehr steile Straße) ist mit dem Auto auch wieder nur ca. 5 Minuten von mir entfernt.

__________________
Werde die Summe deiner Erfahrungen und nicht die Marionette deines erlebten!
13.11.2006 23:19 Schutzgeist ist offline E-Mail an Schutzgeist senden Beiträge von Schutzgeist suchen Nehmen Sie Schutzgeist in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Schutzgeist verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 13.11.2006 um 23:19 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
Schutzgeist   Zeige Schutzgeist auf Karte Schutzgeist ist männlich
Mitglied


images/avatars/avatar-988.jpg

Dabei seit: 18.09.2006
Beiträge: 48
Herkunft: Saarland


Level: 29 [?]
Erfahrungspunkte: 225.051
Nächster Level: 242.754

17.703 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Themenstarter Thema begonnen von Schutzgeist
Die Teufelsbeschwörung in der Düppenweiler Mühle Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Vor langer, langer Zeit diente in der Düppenweiler Mühle ein Knecht, der um jeden Preis reich werden wollte. Er verschaffte sich ein Zauberbuch, über dem ohne Wissen des Priesters die heilige Messe gelesen worden war.

Eines Abends setzte sich der Müller mit einigen gleichgesinnten Burschen in eine Kammer der Mühle, um seine Zauberkunst auszuprobieren. In die Mitte der Stube hatten sie eine große Tauchbütte (Färberbottich) gestellt; dann nahmen sie das Hexenbuch und begannen die Zauberformeln zu lesen. Aber der Versuch blieb ohne Erfolg.

Da erinnerte sich einer der Burschen daran, daß man Hexenbücher von hinten nach vorn lesen müsse. Kaum hatten sie von rückwärts zu lesen begonnen, so wurde es unheimlich dunkel. Ein gewaltiger Sturm erhob sich. Die Spitzen der Pappeln, die vor dem Hause standen, beugten sich und reichten zum Kammerfenster herein. Dann öffnete sich die Tür, und der Teufel mit dem Pferdefuß trat unter die Gesellen.

"Wenn ich euch dieses Gefäß voll Gold zaubern soll, so muß jemand von euch mit mir gehen", verlangte der Satan. Da erschraken alle, und einer, der damit seine Seele retten wollte, rief: "Herr Deuwel, nehmt Euch den Roten da!" und dabei zeigte er auf einen der Gesellen, dessen roter Haarbusch sich vor Schrecken sträubte.

"Davor bewahre mich unser lieber Herr Jesu Christ!" schrie der Bezeichnete entsetzt und schlug ein Kreuz auf seine Brust. Im selben Augenblick verschwand der Teufel, und nur ein höllischer Gestank blieb zurück. Der Sturm ließ nach, der Himmel wurde wieder klar, und die Pappeln nahmen ihre gewöhnliche Haltung ein. Die Teufelsbeschwörer aber lagen in tiefer Ohnmacht. Als sie wieder zu sich kamen, fanden sie die Tauchbütte wirklich vollgehext, aber nicht mit Goldtalern, sondern voll Pferdemist.

Ouelle: hallosaarland.de

__________________
Werde die Summe deiner Erfahrungen und nicht die Marionette deines erlebten!
13.11.2006 23:25 Schutzgeist ist offline E-Mail an Schutzgeist senden Beiträge von Schutzgeist suchen Nehmen Sie Schutzgeist in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Schutzgeist verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 13.11.2006 um 23:25 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
Schutzgeist   Zeige Schutzgeist auf Karte Schutzgeist ist männlich
Mitglied


images/avatars/avatar-988.jpg

Dabei seit: 18.09.2006
Beiträge: 48
Herkunft: Saarland


Level: 29 [?]
Erfahrungspunkte: 225.051
Nächster Level: 242.754

17.703 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Themenstarter Thema begonnen von Schutzgeist
Die weiße Frau von Dagstuhl Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ein Schafhirt, der am Schloßberg zu Dagstuhl seine Herde weidete, wurde oft um Mitternacht durch Klagelieder aufgeschreckt, die aus dem Bereich des nahegelegenen Schlosses kamen. Wenn er daraufhin den Kopf neugierig aus seinem Karren streckte, konnte er in hellen Nächten eine Frauengestalt erkennen, ganz in Weiß gehüllt, die der an das Schloß seitlich angebauten Kapellengruft entstiegen war, behende durch den Schloßpark setzte und sich vor einem Steinkreuz an der Straßenkurve laut weinend niederwarf.

Der Schäfer, der wie alle Hirten ein weiches Herz besaß und daher den Jammer nicht länger zu ertragen meinte, trat eines Nachts beherzt zu der Erscheinung hin, da sie wieder schluchzend vor dem Kreuze lag, und grüßte sie im Namen der allerheiligen Dreifaltigkeit. "Ich kann keine Ruhe finden in der Totengruft", sprach sie leise, "und muß nun hier nächtlich irren, weil ich an dieser Stelle einen Mann ermorden ließ. Du kannst mich erlösen", fuhr sie in freudiger Erregung fort, während es den Alten kalt durchschauerte, "du hast ein mutiges Herz gezeigt. Wenn du mir den goldenen Schlüssel aus dem Froschmaul bringst, - im Schloßbrunnen wohnt der Frosch, um Mitternacht zeigt er sich an der Wasseroberfläche, - dann wird alle Schuld von mir genommen, und es weicht der Fluch. Den Schlüssel mußt du aber schweigend nehmen und schweigend überreichen, sonst ist all dein Tun vergebens, und ich muß weiter tragen Ruhelosigkeit und Schmach." Der Schäfer war bereit, nach ihrem Wunsche zu handeln, und getröstet schied von ihm die weiße Frau.

Als in nächster Nacht vom Turm der Schloßkapelle in schweren, dumpfen Schlägen Mitternacht verkündigt ward, saß der Schäfer, seinem Wort gemäß, am Brunnenrand, willens um alles in der Welt kein Wort zu reden, wenn der Frosch in seine Nähe kam. Mit dem letzten Uhrenschlag teilte sich auch schon das Wasser, und aus ihm stieg das Tier zu ihm herauf, das Maul weit offen, so daß der goldene Schlüssel sichtbar ward. Mutig griff der Schäfer nach dem Wunderkleinod, - als er aber mit dem Maul des Frosches in Berührung kam, blickte ihn das Tier so rätselhaft und eigen an, - mit Augen, groß und feucht, wie Menschenaugen, - daß er erschrak und ihm das Wort entfuhr: "O Gott!"

Gleichzeitig durchfuhr ein Schrei die Nacht - markerschütternd, wie ihn nur tiefstes Elend auszustoßen weiß, und da der Schäfer jäh zusammenfuhr, entfiel der Schlüssel seiner Hand, und der Frosch verschwand damit im Wasser. Vor dem bestürzten Alten aber stand klagend und die Hände ringend die weiße Frau: "Nun muß ich, endlose Jahre durch die Nächte irrend, den Fluch noch weiter tragen, noch reift die Eichel nicht, die den Keim zu jenem Baume in sich birgt, der das Holz zur Wiege meines Retters liefern soll!" Und ihr unseliges Los verwünschend, fing sie an zu stöhnen und zu weinen, daß der Schäfer entsetzt und schreckensbleich in seinen Karren floh.

Ihre Jammerlaute, die das Tal erfüllten bis zum Morgengrauen, ließen ihn jedoch nicht zur Ruhe kommen, und die schauerliche Geisterklage weckte ihn fortan in jeder Nacht, die ihn auf seiner Weidetrift am Schloßberg fand. - Das Schloß Dagstuhl aber war ein Mittelpunkt der Herrschaft gleichen Namens, die der Trierer Kurfürst aus dem ja auch altsaarländischen Hause Sötern im beginnenden 17. Jahrhundert für seine Nepoten mit in's souveräne gehenden Rechten geschaffen und ausgestattet hatte.

Ouelle: wadern.de

__________________
Werde die Summe deiner Erfahrungen und nicht die Marionette deines erlebten!
14.11.2006 00:44 Schutzgeist ist offline E-Mail an Schutzgeist senden Beiträge von Schutzgeist suchen Nehmen Sie Schutzgeist in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Schutzgeist verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 14.11.2006 um 00:44 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
SpionDerNacht   Zeige SpionDerNacht auf Karte SpionDerNacht ist männlich
König


images/avatars/avatar-1107.jpg

Dabei seit: 26.08.2006
Beiträge: 749
Herkunft: Hessen


Level: 43 [?]
Erfahrungspunkte: 3.528.956
Nächster Level: 3.609.430

80.474 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Na das war aber wieder 3 Mal spannender Lesestoff smile ) Danke dafür!

Würde mich freuen wenn Du weiteres postet!

__________________
Leb Dein Leben leichter und lächle...
14.11.2006 01:20 SpionDerNacht ist offline E-Mail an SpionDerNacht senden Beiträge von SpionDerNacht suchen Nehmen Sie SpionDerNacht in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie SpionDerNacht in Ihre Kontaktliste ein
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von SpionDerNacht verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 14.11.2006 um 01:20 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
Schutzgeist   Zeige Schutzgeist auf Karte Schutzgeist ist männlich
Mitglied


images/avatars/avatar-988.jpg

Dabei seit: 18.09.2006
Beiträge: 48
Herkunft: Saarland


Level: 29 [?]
Erfahrungspunkte: 225.051
Nächster Level: 242.754

17.703 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Themenstarter Thema begonnen von Schutzgeist
Der ewige Jäger von Bliesbolchen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

In der Gegend von Bliesbolchen und Bliesmengen hörte man lange Zeit um Mitternacht in den Lüften ein wildes Treiben: Jagdrufe, Hundegebell und Hörnerschall. Das währte bis zum ersten Hahnenschrei, wo es allmählich wieder still wurde. Jedermann wußte, daß dies der ewige Jäger sei; wer den Tag ruhig vorübergehen ließ, dem geschah kein Leid. Wer aber spottend dem Treiben nachrief, der wurde heftig gestoßen und geschlagen, ohne daß er dabei jemanden gesehen hätte. Heute soll man nur noch in der St.-Hubertus-Nacht den Zug des ewigen Jägers hören. Das Volk weiß von ihm, daß er im Leben ein wüster und roher Geselle war, der sich wenig um Gott und die Welt kümmerte und gerade an Sonntagen die schlimmsten Streiche verübte.

Einst war er auch an einem Feiertag draußen im Feld und störte alles durch sein wildes Jagdgeschrei. Da kam ihm ein Hase in den Weg, dem er lange vergebens nachjagte. Endlich schrie er voller Zorn: "Dich, Teufel, muß ich haben, und müßte ich dir ewig nachlaufen!"

Und seit dieser Zeit ging es fort, ohne Rast und Ruh, über Stock und Stein, hoch in den Lüften und tief am Boden durch das Tal der Blies. Zur Strafe für sein gottloses Treiben konnte der Jäger vom wilden Jagen nicht mehr ablassen und hat auch heute noch nicht die ewige Ruhe gefunden
Ouelle: hallosaarland.de

__________________
Werde die Summe deiner Erfahrungen und nicht die Marionette deines erlebten!
14.11.2006 01:45 Schutzgeist ist offline E-Mail an Schutzgeist senden Beiträge von Schutzgeist suchen Nehmen Sie Schutzgeist in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Schutzgeist verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 14.11.2006 um 01:45 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
Schutzgeist   Zeige Schutzgeist auf Karte Schutzgeist ist männlich
Mitglied


images/avatars/avatar-988.jpg

Dabei seit: 18.09.2006
Beiträge: 48
Herkunft: Saarland


Level: 29 [?]
Erfahrungspunkte: 225.051
Nächster Level: 242.754

17.703 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Themenstarter Thema begonnen von Schutzgeist
Der Teufel und der Fuhrmann von Weiten Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

In Weiten, Kreis Saarburg, lebte einst ein zugewanderter Fuhrmann, ein wilder Geselle, der lieber Schnaps trank, als zu arbeiten, und mehr fluchte, als betete. Tagsüber schalt er an die hundert Mal, der Teufel möge ihn und seine Pferde holen.

Als er wieder einmal an einem Wintertag mit seinem Gespann den steilen Lutwinuswald hinter Keuchingen hinanfuhr und seine Pferde den schwerbeladenen Wagen auf dem glatten Boden nicht vorwärts brachten, hieb er roh mit seinem Peitschenstiel auf die erschöpften Tiere ein und rief: "Da soll euch und mich doch gleich der Teufel holen!"

Im selben Augenblick kicherte neben ihm der Neunschwänzige und höhnte, nun müsse der Fuhrmann mit ihm in die Hölle, packte ihn auch trotz allem Widerstreben und fuhr mit ihm durch die Lüfte über die Wälder bis auf den "Teufelsschornstein", Saarhölzbach gegenüber.

Dem Fuhrmann drang vor Angst der Schweiß aus allen Poren, und er gelobte, fortan den Schnaps zu meiden, nie mehr zu fluchen und einen anderen Lebenswandel zu beginnen, wenn er nur wieder heil zu seinen Pferden käme. Da fiel sein Blick auf das große Kreuz, das auf der hohen Kuppe bei Saarhölzbach stand. In seiner Not kam ihm der Gedanke, nur das Kreuz könne ihm Erlösung aus den Klauen des Teufels bringen. Mit Mühe machte er sich den rechten Arm frei und bekreuzigte sich. Da heulte der Teufel laut auf und fuhr mit großem Gepolter in die Tiefe hinab, aus der der Schwefelgestank der Hölle heraufzog und den Fuhrmann betäubte, daß er vom Felsen herabfiel und ohnmächtig liegen blieb. Als er wieder zu sich kam, sah er deutlich auf dem Felsen das Zeichen des Teufels das Hufeisen. Mit seinem Taschenmesser meißelte er das Bild der Schnapsflasche daneben.

Seit dieser Fahrt wurde der Fuhrmann ein stiller Mensch. Kein Fluch kam mehr über seine Lippen, und der Schnapsflasche ging er weit aus dem Weg. Der Felsen auf dem Eisenkopf aber weist noch immer die Bilder des Hufeisens und der Schnapsflasche als dauernde Warnungszeichen auf.
Quelle: hallosaarland.de

__________________
Werde die Summe deiner Erfahrungen und nicht die Marionette deines erlebten!
14.11.2006 01:57 Schutzgeist ist offline E-Mail an Schutzgeist senden Beiträge von Schutzgeist suchen Nehmen Sie Schutzgeist in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Schutzgeist verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 14.11.2006 um 01:57 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
Schutzgeist   Zeige Schutzgeist auf Karte Schutzgeist ist männlich
Mitglied


images/avatars/avatar-988.jpg

Dabei seit: 18.09.2006
Beiträge: 48
Herkunft: Saarland


Level: 29 [?]
Erfahrungspunkte: 225.051
Nächster Level: 242.754

17.703 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Themenstarter Thema begonnen von Schutzgeist
Der Teufelsschornstein auf dem Eisenkopf bei Saarhölzbach Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Wandert man von Taben den Fluß entlang weiter bergauf, so kommt man zu dem Eisenkopf, Saarhölzbach gegenüber. Ein Felsblock am Berghang heißt "Deuwelsschurschde". Man weiß, wie der Fels zu dem Namen gekommen ist.

In Petschbach lebte vor vielen Jahren ein Schmied, ein großer, starker Mann, der den Amboß mit Leichtigkeit über den Kopf hob. Er war ein arger Raufbold, fluchte wie ein Türke und glaubte weder an Gott noch an Teufel. Woher er gekommen war, wußte man nicht. Als er eines Tages Hufeisen schmiedete, sprang das erste, das er fertig beiseiteschob, mitten entzwei. Da fluchte er laut, nahm ein zweites unter den Hammerschlag, aber auch dieses zersprang. Nun griff er nach einem dritten und schrie wütend: "Wenn auch dies zerspringt, soll mich der Teufel holen!" Tatsächlich, auch das dritte ließ sich nicht schmieden. Im gleichen Augenblick stand der Teufel vor ihm; da besann sich der Schmied nicht lange und erklärte, er wolle mitgehen, aber der Teufel müsse vorher noch ein Probestück ablegen. Der Satan war damit einverstanden; in der Nacht wollten sich beide auf dem Eisenkopf treffen. Der Schmied erwartete den Teufel dort in einer hohlen Buche und hatte seinen schwersten Zuschlaghammer mitgenommen.

Auf einmal tat sich die Erde auf, dicker Qualm entstieg dem Boden, und der Teufel erschien. Nun sagte der Schmied zu ihm, er solle in der Zeit von zwölf bis ein Uhr nachts sämtliche Grenzmarksteine der Trierischen Lande zusammentragen und von eins bis drei Uhr alle wieder einsetzen, aber vertauscht sollten sie sein. Da pfiff der Teufel, und aus dem Teufelsschornstein stieg eine Anzahl Gesellen des Schwarzen heraus; Schlag zwölf Uhr ging die Arbeit los. Bald regnete es Grenzsteine von allen Seiten, und noch vor ein Uhr lagen alle beisammen. Als es aber ans Zurückbringen ging, gab es Streit unter den Teufeln, weil keiner nach den Orten hin wollte, die am weitesten entfernt waren. Unterdessen schaffte der Schmied heimlich einen Stein beiseite, zerschlug ihn mit seinem Hammer zu Staub und trug die Reste eiligst in den nahen Bach. Dann lief er in seine Buche zurück.

Kaum war er in seinem Versteck, da kamen auch schon der Teufel und seine Gesellen und wollten ihn holen; denn alle Steine seien verabredungsgemäß versetzt worden. Der Schmied aber erklärte, es fehle noch ein Stein; da merkten die Teufel, was geschehen war, und drangen wütend auf ihn ein. Doch der Schmied war nicht faul und schlug sie mit seinem Hammer auf die Köpfe, daß es wie von Eisen klirrte. Schließlich aber versagten ihm die Kräfte; nun gelobte er in seiner Angst, ein besserer Mensch zu werden, wenn er mit heiler Haut davonkäme. Da tönte von Mettlach her die Turmuhr drei, und mit lautem Gebrüll flohen die Teufel beim Teufelsschornstein hinein und verschlossen die Öffnung mit einem Felsblock.

Der Schmied aber sank ermattet zu Boden. Als er sich endlich wieder aufraffte, war er grau geworden. Er wankte zu seiner Hütte, zerstörte seine Behausung, warf das Werkzeug in die Saar und pilgerte ins Heilige Land, um dort bis an sein Lebensende für seinen wüsten Wandel Buße zu tun.

Der Berg, auf dem der Schmied den Teufeln die Köpfe gehämmert hat, heißt deshalb heute noch "der Eisenkopf ".

Quelle:................richtig! Wieder mal hallosaarland.de großes Grinsen


Irgendwie gibts bei uns auffällig viele Sagen von Jägern und vom Teufel.
Ich glaube ich sollte mir mein gefluche aber auch mal abgewöhnen, nur so als Vorsichtsmaßnahme großes Grinsen

__________________
Werde die Summe deiner Erfahrungen und nicht die Marionette deines erlebten!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Schutzgeist: 14.11.2006 02:23.

14.11.2006 02:19 Schutzgeist ist offline E-Mail an Schutzgeist senden Beiträge von Schutzgeist suchen Nehmen Sie Schutzgeist in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Schutzgeist verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 14.11.2006 um 02:19 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
Andre M Andre M ist männlich
Mitglied


Dabei seit: 22.08.2011
Beiträge: 37


Level: 26 [?]
Erfahrungspunkte: 106.888
Nächster Level: 125.609

18.721 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Die weiße Frau von Dagstuhl


Habe mir ein Heft mit Mystische Orte im Saarland gekauft, habe dies im Heft auch gefunden und hätte jetzt eine Frage. Ist dort in der Nähe auch noch eine Burgruine und im Wald das Eulenkreuz? Wen ja ist dies alles in der Nahe vom Schloss Dagstuhl?
25.05.2013 18:52 Andre M ist offline Beiträge von Andre M suchen Nehmen Sie Andre M in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Andre M verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 25.05.2013 um 18:52 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
Frank   Zeige Frank auf Karte Frank ist männlich
Routinier


Dabei seit: 25.11.2007
Beiträge: 433
Herkunft: Saarland


Level: 40 [?]
Erfahrungspunkte: 1.842.341
Nächster Level: 2.111.327

268.986 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

http://bit.ly/12Ej6uZ

http://bit.ly/12Ejbio

http://bit.ly/12Ejr0A

http://bit.ly/12Ejytc

Kämpf dich durch die Links dann wirst du alles finden was du suchst.

Es liegt alles in einem Umkreis von 14-20km in Dagstuhl.

http://www.burgdagstuhl.de/

Sogar die Ruine selber hat eine eigene Webseite.

http://www.zauberspiegel-online.de/index...nd-sagen-teil-9

http://www.stadt-wadern.de/tourismus/sag...tert/sagen.html
25.05.2013 19:34 Frank ist offline E-Mail an Frank senden Beiträge von Frank suchen Nehmen Sie Frank in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Frank verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 25.05.2013 um 19:34 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
Andre M Andre M ist männlich
Mitglied


Dabei seit: 22.08.2011
Beiträge: 37


Level: 26 [?]
Erfahrungspunkte: 106.888
Nächster Level: 125.609

18.721 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Danke!

Ich hatte zwar mit google gesucht aber mit anderen Suchwörter. Werde ich mir mal durchlesen.

Eine Frage habe ich jetzt noch, hat auch jemand Infos über den Weiselberg bei Oberkirchen. Habe ich nämlich auch in den Heft gefunden, dies will ich mir nämlich auch mal anschauen.
25.05.2013 19:46 Andre M ist offline Beiträge von Andre M suchen Nehmen Sie Andre M in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Andre M verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 25.05.2013 um 19:46 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
Frank   Zeige Frank auf Karte Frank ist männlich
Routinier


Dabei seit: 25.11.2007
Beiträge: 433
Herkunft: Saarland


Level: 40 [?]
Erfahrungspunkte: 1.842.341
Nächster Level: 2.111.327

268.986 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

JA das Saarland hat die Infos:

http://www.saarland.de/44093.htm
25.05.2013 20:45 Frank ist offline E-Mail an Frank senden Beiträge von Frank suchen Nehmen Sie Frank in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Frank verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 25.05.2013 um 20:45 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
Andre M Andre M ist männlich
Mitglied


Dabei seit: 22.08.2011
Beiträge: 37


Level: 26 [?]
Erfahrungspunkte: 106.888
Nächster Level: 125.609

18.721 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
JA das Saarland hat die Infos: http://www.saarland.de/44093.htm


Danke!

Suche von dort noch Infos über Bergschloss welches evtl.dort war und die Westwall Anlage.
25.05.2013 20:59 Andre M ist offline Beiträge von Andre M suchen Nehmen Sie Andre M in Ihre Freundesliste auf
Die Betreiber und die Moderatoren vom Geister-und-Gespenster Forum distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Andre M verfassten Beitrag und berufen sich auf das TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit.
Beitrag wurde verfasst: am 25.05.2013 um 20:59 Uhr. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung.
Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Geister und Gespenster Forum » Spuk und Phänomene » Urban Legends, Sagen und Mythen » Sagen aus dem Saarland

Powered by Burning Board 2.3.6 © 2001-2004 WoltLab GmbH